Keine Entscheidung über Eingangsstufe
Bildung Bürgermeister will grundsätzliche Diskussion über Zukunft der Lemwerderaner Grundschulen
von Jan Lehmann
Lemwerder - Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann hat dem Schulausschuss unter Vorsitz von Brigitta Rosenow (Bündnis 90/Die Grünen) empfohlen, noch nicht über die Einrichtung von altersgemischten Eingangsstufen in den kleineren Grundschulen Deichshausen und West zu entscheiden. Hintergrund sind sinkende Schülerzahlen.
Mittelfristig werde die Zahl der neuen Schülerinnen und Schüler von 70 auf 40, manchmal auch weniger, zurückgehen, erklärte der Verwaltungschef. Man habe versucht, das Problem mit flexiblen Einzugsgrenzen zu lösen. „Ob das auf Dauer die Lösung ist, darüber müssen wir uns unterhalten.“
Beckmann geht davon aus, dass die Schulaufsicht künftig keine Klassen mit weniger als zehn Schülern akzeptieren werde. Alle Fraktionen erklärten sich damit einverstanden, grundsätzlich über die Zukunft der kleinen Grundschulen zu beraten. Die Schulausschussmitglieder befürworten einen Antrag der Grundschule Mitte, eine Integrationsklasse einzurichten. Unabhängig davon, aus welchem Einzugsgebiet sie stammen, sollen dort drei Kinder mit Förderbedarf unterrichtet werden.
Wie Lehrerin Brigitta Ansorge erklärte, gibt es für jedes Förderkind fünf Förderstunden zusätzlich. Bei Bedarf werde sogar ein Sozialhelfer eingesetzt.
Kämmerin Regina Neuke stellte die Schuletats, wie sie im Haushaltsplanentwurf festgelegt sind, vor. Danach hat die Grundschule Mitte als größte Schule 134 500 Euro, Deichshausen 58 500 Euro und West 70 500 Euro zur Verfügung. Nicht verbrauchtes Geld kann ins nächste Jahr übertragen werden.
Regale, die die Grundschule Deichshausen beantragt hatte, sollten aus diesem Etat bezahlt werden, schlug Bürgermeister Beckmann vor. Der Ausschuss schloss sich an.
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