NORDENHAM, 17. November 2009


Ein kleiner Ballroom wie zur Swing-Zeit

KONZERT Swingtime-Bigband spielt Glenn Miller, Frank Sinatra und Ray Charles


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Unter der Leitung von Oliver Poppe verwandelte die Swingtime-Bigband die Jahnhalle in einen kleinen Ballroom, wie es sie zur großen Zeit des Swing in den Dreißiger- bis Fünfzigerjahren in den Vereinigten Staaten gab. BILD: HORST RIX Bild vergrößern

DIE BAND BOT DREI SÄNGER AUF: HEIKE HASSELDER UND UDO KNIRR AUS BRAKE SOWIE UTE JEß-DESAEVER AUS OLDENBURG.

VON HORST RIX

Nordenham - Zu einem kleinen Ballroom nach Vorbild des Amerikas der 1930er bis 1950er Jahre mit rund 70 Besuchern entwickelte sich am Freitagabend die Jahnhalle. Dazu passende Musik lieferte die Swingtime Big Band unter der Leitung von Oliver Poppe.

Die engagierte Gruppe mit mehr als 20 Musikern aus dem Oldenburger Land und Bremen brachte mit dem Glenn-Miller-Opener „Moonlight-Serenade“ ihre Zuhörer gleich zu Beginn in die richtige Big-Band-Stimmung. Oliver Poppe aus Bremen freute sich über sein zwölftes Gastspiel in Folge mit der Band in der Jahnhalle und erklärte, dass die Moonlight-Serenade die Erkennungsmelodie von Glenn Miller in den USA war. Miller spielte den äußerst beliebten Titel jedoch nie ganz aus, was jedes Mal zu erbosten Anrufen von Radiohörern führte.

Weltklassiker wie „I left my heart in San Francisco“ aus dem 1962 erschienenen gleichnamigen Album des Jazzsängers und Entertainers Tony Bennett gehörten ebenso zum Programm wie „I’ve got you under my skin“, gesungen vom „Frank Sinatra von Nordenham“, wie Bandleader Poppe bemerkte, nämlich von Udo Knirr, der allerdings aus Brake kommt.

Doch er war stimmlich recht nahe an Frankie-Boy und präsentierte dem Publikum später auch noch Ray Charles’ Welthit „Georgia“. Für die Interpretation dieses Titels hatte Charles 1961 einen Grammy erhalten.

Für den echten Sound sorgen neben dem Piano und dem Schlagzeug zwei Gitarren, vier Trompeten, drei Posaunen und sechs Saxophone sowie drei Gesangsstimmen. Die Sängerin Heike Hasselder aus Brake begeisterte mit den Swing-Klassikern „How high the Moon“, „All the things you are“ und „Blue Skies“. Optisch hob sich Sängerin Ute Jeß-Desaever aus Oldenburg in ihrem roten Kostüm vom übrigen Klangkörper ab. Sie glänzte mit „Fever“ und gegen Ende des unterhaltsamen Abends mit „Baby, it’s cold outside“, gemeinsam gesungen mit Udo Knirr.

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Seit wenigen Wochen neu am Schlagzeug agiert Thomas Stadie, dessen Vorgänger Benjamin Erdmann studienhalber für ein Jahr in Neuseeland lebt. Personelle Bewegungen gibt es immer einmal in der Band, die jedoch stets Ersatz findet. Viel Beifall erhielt auch die Solistin Inge Mährle aus Wiefelstede für ihr Klarinettenspiel.


 



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