Stadt streicht bei Kultur und Sport
FREIZEIT Investitionen über 61 600 Euro in diesem Jahr geplant – Zehn Prozent weniger als 2009
Damit auch weiterhin Laufwettbewerbe wie beim Gymnagon (Bild) stattfinden können, soll die Tartanbahn des Plaatweg-Stadions saniert werden. Für 2011 sind im Haushaltsansatz 111 000 Euro vorgesehen. ARCHIVBILD: NORBERT HARTFIL 
VON ULRICH SCHLÜTER
Nordenham - Wegen der Wirtschaftskrise und einbrechender Steuereinnahmen ist die Stadt Nordenham zu einem Sparkurs gezwungen. Einige kostspielige Investitionen werden sich dennoch nicht vermeiden lassen. So ist für spätestens 2011 die Sanierung der Laufbahn und des Kleinspielfeldes im Plaatweg-Stadion geplant. 111 000 Euro sind dafür im Haushaltsansatz veranschlagt.
Aufgrund des Haushaltssicherungskonzeptes legte Jens Freese im Sport-, Freizeit- und Kulturausschuss einen gekürzten Haushaltsentwurf für 2010 vor. In einzelnen Bereichen seien Änderungen vorgenommen worden, sagte der Leiter des Amtes für Bildung und Freizeit. Der Haushalt für 2009 war bereits um zehn Prozent reduziert worden. Kürzungen in gleicher Höhe stehen nach seinen Angaben nun auch für 2010 an.
Obere Schicht ist defekt
Veränderungen und Ansätze des Investitionsprogramms stellte Jens Freese den Mitgliedern des Ausschusses vor. Als größter Batzen schlägt dabei die erforderliche Sanierung der Tartanbahn zu Buche, die allerdings erst im kommenden Jahr zur Debatte stehen wird. Dennoch hatte der Ausschuss die Laufbahn bereits in Augenschein genommen. Wie Jens Freese ausführte, ist die rote Beschichtung in der gesamten Innenbahn fast abgelaufen. Diese Schicht dient laut Jens Freese auch als UV-Schutz für die unteren Beläge. Fehle der UV-Filter, würden andere Schichten porös und brüchig. Die Schäden an der Laufbahn seien jedoch noch nicht allzu gravierend. Nach heutigem Stand müsse nur die obere Schicht entfernt und durch einen neuen Belag ersetzt werden.
Die Ratsfraktionen, so machte Uwe Thöle (SPD) deutlich, teilten die Meinung der Verwaltung. Einen Vorschlag zur Kostensenkung brachte Dr. Tilman Kaethner ein. Es sei zu prüfen, ob ein Farbauftrag, der ultraviolettes Licht absorbiert, die Zersetzung der Deckschicht verzögern, wenn nicht gar aufhalten könnte, merkte der CDU-Ratsherr an.
Für 2010 sind Investitionen im Bereich Sport, Freizeit und Kultur in Höhe von 61 600 Euro geplant. Insgesamt 15 000 Euro sind veranschlagt, um Sportgeräte für das Sportzentrum Mitte kaufen zu können. Die Sportanlagen Am Luisenhof und in Abbehausen sind mit jeweils 1800 Euro bedacht worden. Im Freizeitbad Störtebeker sollen sieben Tische für den Eingangsbereich und den Aufenthaltsraum angeschafft werden. Dafür sind 1400 Euro veranschlagt. Auch das Strandgelände möchte die Stadtverwaltung weiter aufwerten. Nach Investitionen über 32 000 Euro (2009) stehen im Haushaltsansatz für 2010 rund 13 500 Euro zur Verfügung. Im kommenden Jahr muss die Wasserrutsche beim Lehrschwimmbecken am Weserstrand ersetzt werden. Im Haushalt 2011 sollen für das Strandgelände daher 16 000 Euro bereitgestellt werden. Die neue Rutsche steht dabei mit 11 000 Euro in den Büchern.
Ein bewährtes Konzept
Ein weiteres Thema war die Offene Sporthalle in Einswarden, die der Kinderschutzbund und der Präventionsrat für Mädchen und Jungen ab acht Jahren anbieten. Das Konzept habe sich bewährt, merkte Uwe Thöle an. Er fragte an, ob das Angebot auch auf Friedrich-August-Hütte ausgeweitet werden könnte. Das sei aufgrund fehlender Finanzmittel nicht möglich, erwiderte Jens Freese.
Neue Beschallungsanlage für die Jahnhalle
Für die Friedeburg sind insgesamt Anschaffungen in Höhe von 7100 Euro vorgesehen. Defektes Mobiliar und abgängige Technik werden ersetzt. Auch das Mehrzweckhaus in Einswarden soll für 800 Euro neues Mobiliar und Technik erhalten.
In der Jahnhalle sind in 2010 Investitionen über 6000 Euro für Anschaffungen vorgesehen. Eine neue Beschallungsanlage soll 2011 kommen: Sie kostet 15 000 Euro.
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