Grundschüler zeigen viel Eigeninitiative
Arbeitsgemeinschaft Bibliothek erneuert – Vorlesewettbewerb organisiert
Vorlesewettbewerb in der Grundschule Nord: hier Teilnehmer der beiden vierten Klassen mit der Jury BILD: horst lohe 
von Horst Lohe
Nordenham - Sie haben die Bibliothek der Grundschule aus dem Dornröschenschlaf geweckt, den Raum schön gemacht, neue Bücher gekauft und die Ausleihe organisiert. Jetzt haben sie auch noch einen Vorlesewettbewerb – den ersten seit Jahren an dieser Schule – organisiert: neun Kinder aus den dritten und vierten Klassen der Arbeitsgemeinschaft Bibliothek an der Grundschule Nord.
Sie haben für den Wettbewerb Plakate gemalt, um Preise gebeten und persönlich die Presse eingeladen. „Die Kinder sind sehr stark organisiert. Sie opfern für die Bibliothek, die auch als Gemeinschaftsraum genutzt wird, viel Freizeit in den Pausen und auch nach Schulschluss. Ich muss sie schon manchmal bremsen“, berichtet die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft, Lehrerin Ute Francksen.
Nach Einschätzung von Schulleiter Reinhard Duddeck ist bei den Kindern mit dieser Arbeitsgemeinschaft viel Eigeninitiative ausgelöst worden. „Das ist gut angelaufen. Wenn man das in Kinderhand gibt und einigermaßen mit einer langen Leine betreut und den Blick darauf hat, gibt es gute Ergebnisse.“
Die Schüler sorgten für regen Austausch in den Pausen, so dass die Anmeldeliste relativ schnell voll war und mit Sicherheit nicht nur die besten Schüler zum Zuge kamen. 26 Kinder aus den Klassen zwei bis vier von insgesamt 95 an dieser Grundschule machten am Mittwoch beim Wettbewerb mit. Die Siegerehrung findet am letzten Schultag vor den Ferien statt.
Lehrerin Francksen: „Dabei sein ist das Motto. In den Pausen habe ich Kinder mit dem Buch in der Hand gesehen und das ist schon ein gutes Ergebnis“.
Die Vorleseleistungen seien ganz unterschiedlich. „Es gehört auch viel Mut dazu, sich einer Jury zu stellen und die fremden Texte waren nicht leicht. Ich habe den Kindern gesagt, wir brauchen keine Superstars, sondern wollen die beste Vorleserin und den besten Vorleser.“
Die Wettbewerbsteilnehmer sollten ein Buch ihrer Wahl mitbringen, daraus ein Stück vorlesen und das Buch insgesamt vorstellen, ohne einfach den Klappentext vorzutragen. Darüber hinaus war ein fremder Text zu lesen. Der von der Schüler-Arbeitsgemeinschaft zusammengestellten Jury gehörten eine Deutschlehrerin, Elternvertreter, Schüler und der Hausmeister an.
Schulleiter Reinhard Duddeck zieht dieses Fazit: „Wir haben die Hoffnung, dass mit den Urkunden für alle Teilnehmer die Seele gestreichelt wird und Hürden zum Lesen genommen werden.“
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