In einem Boat zum Ausbildungsplatz
Realschule Neuntklässler suchen am Berufsorientierenden Arbeitstag den passenden Lebensplan
Die Neuntklässler Philipp Wittje (links) und Marvin Bruns ermitteln im Medienraum am Computer Ausbildungsberufe, die zu ihren Neigungen und Fähigkeiten passen. BILD: Torsten Lange 
TL
Nordenham - Welchen Lebensplan habe ich? Welchen Beruf möchte ich erlernen? Und welche Fähigkeiten habe ich? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Denkens vieler Neuntklässler, die sich überlegen, welchen Weg sie nach der Schule gehen werden. Im Sommer bereits beginnen sie mit den Bewerbungen. Um ihnen bei der Wahl eines Ausbildungsberufs zu helfen, hat die Realschule I Nordenham den „Berufsorientierenden Arbeitstag“ – kurz BOAT – eingeführt.
Fünf Stationen
An fünf Stationen arbeiteten die 85 Neuntklässler jetzt zu den Themen Lebensplanung, Berufsberatung, Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Sie überlegten, welche Schlüsselqualifikationen Ausbildungsbetriebe von Schulabgängern verlangen und wie der schulische und berufliche Werdegang sinnvoll geplant werden kann. Dabei konnten sie die Erfahrungen aus dem zweiwöchigen Betriebspraktikum einfließen lassen, das Anfang des Schulhalbjahres absolviert wurde.
„Bei der Berufswahl sitzen viele Leute mit im Boot, aber das Ruder habt ihr in der Hand“, machte die Wirtschaftslehrerin Roswitha Leopold in der Auftaktrunde den Neuntklässlern deutlich. Leopold koordinierte den Projekttag. Sie erklärte den Schülern, dass Schule, Betriebe, Berufsberatung und Eltern wichtige Unterstützung bei der Berufswahl geben könnten, die Entscheidung aber letztlich bei den Jugendlichen selbst liege. Die Eltern der Schüler waren auf einem Elternabend vor einigen Wochen darüber informiert worden, wie sie ihre Schützlinge auf dem Weg in die Ausbildung unterstützen können.
Neben den Lehrkräften Denis Mujkanovic, Bettina Schachtschneider und Torsten Lange sowie der Projektleiterin Roswitha Leopold leitete auch der Berufsberater Kay Schiwy von der Bundesagentur für Arbeit in Nordenham eine Arbeitsgruppe. Er stellte sich und seine Arbeit vor und informierte über Möglichkeiten der Berufsberatung.
Vorschläge im Internet
Welcher Beruf zu den persönlichen Fähigkeiten und Interessen passt, ermittelten die Schüler mit Hilfe des Internets. Auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit konnten sie ihre Kompetenzen überprüfen und bekamen Ausbildungsberufe vorgeschlagen. Außerdem informierten sich die Schüler über die Anforderungen an gute Bewerbungsschreiben und die Form eines Lebenslaufs. An einer anderen Station überprüften sie in einem Spiel ihre Kompetenzen in der Teamarbeit und erfuhren, wie wichtig auch Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft sind – Kompetenzen, die nach Angaben Leopolds in jeder Schulstunde trainiert werden.
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