Haussanierer sollen stark profitieren
Energiekosten Berater bietet einen ersten Check an – Im Auftrag der Bundesumweltstiftung
von Horst Lohe
Nordenham - Für den Energieberater Johannes Gadeberg kommt es darauf an, wie pfiffig gebaut, umgebaut oder renoviert wird. „Mich schüttelt es jedesmal, wenn ich Häuser sehe, bei denen das Energiesparpotenzial nicht genutzt wird. Denn im Vergleich zu den Möglichkeiten sind die Investitionskosten wirklich gering.“
Im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat der unabhängige Energieberater aus Stadland in der Stadtbücherei Nordenham eine Informationsausstellung aufgebaut, die bis Anfang Oktober zu den Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen ist. Und an drei Tagen bietet er dort kostenlose Energie-Checks für Ein- und Zweifamilienhäuser an (siehe Kasten).
„Ich komme als Energieberater oft zu spät“, bedauert Johannes Gadeberg. „Beratung und Planung sind die ersten und wichtigsten Schritte. Nachträglich lässt sich schwer etwas ändern und oft ist es dann unwirtschaftlich.“ Gerade bei Häusern, die vor 1984 gebaut worden sind, könne bis zu 90 Prozent Energie und somit auch Kosten eingespart werden.
Lohnt sich eine neue Heizung oder Solaranlage? Wie dick sollten Wände zusätzlich gedämmt werden? Fragen wie diese will die bundesweite Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Bundesumweltstiftung beantworten. Kooperationspartner ist das Handwerk: Geschulte Betriebe führen bei Hausbesitzern einen ersten kostenlosen Energie-Check durch.
Geschult worden ist dafür auch Johannes Gadeberg – und er qualifiziert Handwerker, die den Energie-Check anbieten wollen.
Der 46-Jährige stammt aus Ostfriesland, zog vor 20 Jahren in die Wesermarsch, arbeitete als Zimmerer in verschiedenen Betrieben sowie beim Diakonischen Werk in Brake in der Suchtarbeit. Berufsbegleitend wurde er Zimmermeister und legte die Zusatzprüfung zum Gebäudeenergieberater im Handwerk ab. Seit zwei Jahren ist er selbstständig tätig.
Mit der Initiative der Bundesumweltstiftung sollen, so Johannes Gadeberg, auch in der Wesermarsch Hausbesitzer sensibilisiert, Investitionen angeschoben und Betrieben der Region Aufträge verschafft werden.
Dabei sind laut Johannes Gadeberg kluge Investitionen zur Energieeinsparung entscheidend. Häufig sei es so: Das Haus ist schon recht alt und wenig ist daran getan worden, aber die Heizung ist erst wenige Jahre alt und läuft super. Viel klüger wäre es, zunächst das Haus zu dämmen und dann die Heizung zu erneuern. „Es kommt darauf an, planvoll vorzugehen und das Geld optimal einzusetzen.“
begutachten dafür geschulte Handwerker das Haus, machen einen kurzen Energie-Check und überreichen eine Broschüre mit Hinweisen für die nächsten Schritte. Das dauert nicht länger als eine halbe Stunde.
bietet im Auftrag der Bundesumweltstiftung einen solchen ersten Check an drei Terminen in der Stadtbücherei Nordenham an: jeweils montags am 13., am 20. und am 27. September jeweils von 17 bis 18 Uhr. Eigentümer sollen dazu die Heizkostenabrechnungen der vergangen drei Jahre, das neueste Schornsteinfegerprotokoll und eventuell eine aktuelle Bauskizze mit Grundriss mitbringen. Sie sollten Art und Alter ihrer Heizungsanlage notieren und das ungefähre Alter der Fenster kennen. Anmeldungen nimmt der Energieberater an unter Telefon 04737/811219.
nicht besuchen kann oder will, kann sich bei Handwerkern melden, die den unverbindlichen Service anbieten – zu finden unter
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