NORDENHAM, 10. September 2010


Sieben Haltestellen komplett erneuert

Öffentlicher Personennahverkehr Barrierefrei mit Blindenleitstreifen und neuem Unterstand


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Während der Arbeiten an einer der beiden Haltestellen an der Bahnhofstraße: So genannte Buskapp-Steine, die höher sind als normale Bordsteine, sind eingebaut. Der Blindenleitstreifen aus weißen, geriffelten Betonplatten ist weitgehend gepflastert. BILD: Horst Lohe  Bild vergrößern

75 Prozent der Gesamtkosten übernimmt ein Zweckverband. Somit muss die Stadt nur etwa 19 500 Euro als Eigenanteil aufbringen.

von Horst Lohe

Nordenham - Vor dem Abschluss steht die komplette Erneuerung von sieben Bushaltestellen in der Stadt. Sechs sind bereits vollendet. Den Abschluss finden die Arbeiten an einer zweiten Haltestelle an der Bahnhofstraße. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 78 000 Euro.


Baufällige Unterstände
Teilweise waren keine Unterstände vorhanden (so in der Bahnhofstraße). Vorhandene Unterstände waren baufällig. Keine einzige Haltestelle war behindertengerecht. „Die sieben waren wirklich dran“, sagt daher Niels Ohlemacher, Bauingenieur beim Amt für Baumanagement der Stadt.

Zur Erneuerung gehören ein neuer Unterstand als Wartehäuschen, Barrierefreiheit beim Ein- und Aussteigen in Niederflurbusse und die Ausstattung mit Blindenleitstreifen.

Sogenannte Buskapp-Steine, die etwas höher sind als normale Bordsteine gewährleisten die Barrierefreiheit. Die Blindenleitstreifen gibt es in Form von geriffelten Betonplatten. Diese Betonsteinpflasterung ist ohne so genannte Fase, also ohne Kante, damit der Blindenleitstreifen ertastet werden kann.

Damit wird eine nachhaltige Verbesserung für diese sieben Haltestellen in Nordenham erreicht:

  Siedlung Ellwürden (Fahrtrichtung Oldenburg);

  Glogauer Straße (Oldenburg);

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  Schwarzer Weg/Martin-Pauls-Straße in Friedrich-August-Hütte (sowohl Fahrtrichtung Oldenburg als auch Fahrtrichtung Blexen);

  Laubenkolonie an der Bahnhofstraße (sowohl Fahrtrichtung Oldenburg als auch Fahrtrichtung Blexen);

  Friedrich-August-Hütte (Schule, Fahrtrichtung Nordenham).

Diese sieben Haltestellen werden von den im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nordenham maßgeblichen Linien 401 und 408 sowie vor allem von der Linie 440 angefahren.


Verband sieht Bedarf
Der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN) hatte den vorrangigen Handlungsbedarf an den sieben Haltestellen anerkannt. Der Zweckverband übernimmt deshalb 75 Prozent der Gesamtkosten von etwa 78 000 Euro, so dass die Stadt nur etwa 19 500 Euro bezahlen muss.

Zum Hintergrund: Die Verkehrsunternehmen selbst sind hinsichtlich der Haltestellen nur dazu verpflichtet, für Haltestellenmast und Fahrplaninformation zu sorgen. Für alles andere sind die Kommunen zuständig, also in diesem Fall die Stadt Nordenham.


Stadt zahlt 25 Prozent
Die Stadt muss aber wegen der Zuwendung des Zweckverbandes nur 25 Prozent übernehmen. Falls Gründungs- und Fundamentarbeiten zusätzliche Aufwendungen erfordern, muss der Eigenanteil der Stadt erhöht werden. Die vor dem Abschluss stehen Arbeiten erforderten nach Auskunft von Bauingenieur Niels Ohlemacher aber keinen Mehraufwand.

Die Kosten bleiben somit im geplanten Rahmen. Daran ändert auch nichts, dass nicht immer Bagger eingesetzt werden konnten, sondern wegen vorhandener Versorgungsträger in Handarbeit zumindest einen halben Meter durchgegraben werden musste.

Das sei aber bei fast allen Bushaltestellen wegen der dort zu findenden Kabel notwendig, berichtet Niels Ohlemacher.






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