DRK meistert Zertifizierung ohne Fehler
Rettungsdienst Viel Lob für den Kreisverband – Alle Bereiche auf dem Prüfstand
Freuen sich über die Zertifizierungsurkunde (von links): Thomas Behra, Fred von Bergen, Peter Deyle und sein Vorgänger Uwe Spohler BILD: Jens Milde 
von Jens Milde
Nordenham - DIN ISO 9001:2008: Diese nüchterne Kombination aus Buchstaben und Zahlen macht den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes stolz. Sie bescheinigt den Rotkreuzlern, dass der Rettungsdienst in allen Bereichen hohen Qualitätsansprüchen genügt. Geschäftsführer Peter Deyle nahm jetzt bei einer Feier in der DRK-Dienststelle an der Flagbalger Straße die Zertifizierungsurkunde entgegen.
Die Einführung eines Qualitätsmanagements sei für einen ehrenamtlichen Rettungsdienst absolutes Neuland, machte Peter Deyle deutlich. Aber der Erfolg des Kreisverbandes zeige, dass Ehrenamt nicht zwangsläufig verminderte Qualität bedeutet. Drei Jahre lang hat der Zertifizierungsprozess bei den Rotkreuzlern gedauert. Dabei kamen alle Bereiche auf den Prüfstand: von der Schulung bis zur Wartung von Fahrzeugen. Der Unternehmensberater Thomas Behra hat diesen Prozess begleitet. Fred von Bergen war als Qualitätsbeauftragter des DRK für die Umsetzung zuständig. Fehlerfrei hat der Rettungsdienst das Zertifizierungsaudit bestanden.
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, stellte Peter Deyle fest. Neben Fred von Bergen lobte der Geschäftsführer auch Ralph Diekmann, Philipp Hedemann und Alexander Kotowski, die an dem Zertifizierungsprozess beteiligt waren. Die Arbeit sei aber nun keineswegs zu Ende. Alle drei Jahre finde eine Rezertifizierung statt.
Bürgermeister Hans Francksen lobte die Anstrengungen des DRK. „Das verdient größten Respekt“, sagte er. Beeindruckt sei er vor allem vom großen Anteil junger Leute, die sich beim DRK ehrenamtlich engagieren.
Auch der Präsident des DRK-Landesverbandes, Dieter Holzapfel, sparte nicht mit Lob. Für einen ehrenamtlichen Rettungsdienst sei die Zertifizierung etwas ganz Besonderes, sagte er. Der DRK-Präsident ging auf private Anbieter ein, die zunehmend auf den Markt drängten. „Darauf müssen wir uns einstellen“, sagte Dieter Holzapfel. Dem DRK gehe es im Gegensatz zu den Privaten aber nicht ums Geldverdienen, sondern um den Menschen. „Eine Arbeit zu Lasten der Menschen darf und wird es bei uns nicht geben.“
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