NORDENHAM, 29. Oktober 2010


Bahnhof: Runder Tisch soll Lösung bringen

Stadtbild Kaufangebot für 1 Euro


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Bahnhof Nordenham mit vergitterten Fenstern BILD: Norbert Hartfil  Bild vergrößern

wmz

Nordenham - Die Deutsche Bahn schlägt einen „Runden Tisch“ vor, an dem Vertreter der Stadt Nordenham und der Bahn sowie Politiker über die Zukunft des Nordenhamer Bahnhofs diskutieren sollen. Das hat das Unternehmen dem CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler in einem Brief mitgeteilt.

Der CDU-Politiker aus Berne hatte sich an die Bahn gewandt, nachdem die Fenster und Türen des Bahnhofsgebäudes mit Stahlplatten verriegelt worden waren (die NWZ  berichtete). Mit dieser Maßnahme will die Bahn möglichen Vandalismusschäden vorbeugen.

„Ich freue mich, dass die Bahn in dieser Frage gesprächsbereit ist“, sagt Björn Thümler, „ein Runder Tisch ist eine gute Möglichkeit, gemeinsam nach einer Lösung des Problems zu suchen.“

Laut Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Bahn für Niedersachsen und Bremen, hat das Unternehmen der Stadt Nordenham erneut ein Kaufangebot für das Bahnhofsgebäude gemacht, dieses Mal in Höhe eines symbolischen Euro. Eine Antwort der Stadt stehe noch aus. Er weist allerdings auf die komplizierten Eigentumsverhältnisse des Grundstücks hin. Zu zwei Dritteln befindet sich der Bahnhof auf dem Boden des II. Oldenburgischen Deichbands, der bereits erklärt hat, dass das Gebäude abgerissen werden muss, wenn eine Deicherhöhung oder -verstärkung ansteht.

„Über die optische Wirkung des gewählten Sicherungssystems kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein, auch ich finde das so gesicherte Gebäude alles andere als ansehnlich“, schreibt Ulrich Bischoping weiter. Ein Gebäude mit zerbrochenen Fensterscheiben oder eine durch Vandalismus beschädigte Empfangshalle biete aber kein schöneres Bild und sei wegen der damit verbundenen Kosten auch wirtschaftlich nicht akzeptabel.

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