NORDENHAM, 1. Juni 2011


Jüngere Arbeitslose sind gefragt

Stellenmarkt Betriebe stellen weiterhin ein – Jobs in Handel, Hotels und Pflege


Für Ältere und Schwerbehinderte bleibt es schwierig. Auch Frauen sind stark betroffen.

von Henning Bielefeld

Nordenham - Jüngere Arbeitslose sind gefragt. Sie sind die Gewinner der konjunkturellen Erholung, während Ältere und Schwerbehinderte auf dem Arbeitsmarkt in ihrer misslichen Lage verharren. Das zeigen die jüngsten Zahlen der Arbeitsagentur Nordenham.

Ende Mai waren 1548 Nordenhamer, Butjadinger und Stadlander arbeitslos gemeldet – 110 weniger als im April und 216 weniger als im Mai 2010. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,7 Prozent nach 8,2 Prozent im April und 8,7 Prozent im Mai 2010, ist aber immer noch vergleichsweise hoch. Denn in der südlichen Wesermarsch beträgt die Quote 6,7 Prozent, im Landesdurchschnitt 6,8 und im Bundesdurchschnitt 7,0 Prozent.

Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 ging im Jahresvergleich um fast 30 Prozent auf 155 zurück. Bei den älteren Arbeitslosen und den Schwerbehinderten hat sich dagegen wenig getan, sagt Frank Albers vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. 421 Arbeitslose sind 50 Jahre oder älter, 6 mehr als vor einem Jahr, 91 sind schwerbehindert, 1 weniger als vor einem Jahr. Frauen sind nördlichen Wesermarsch mit einer Quote von 8,7 Prozent stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer, bei denen die Quote 6,8 Prozent beträgt.

Insgesamt gab es im Mai 204 Neuzugänge in der Statistik, davon hatten aber nur 73 ihren Arbeitsplatz verloren, 47 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung arbeitslos. Bei den übrigen greifen statistische Effekte wie das Ende von Schwangerschaft, Krankheit oder Sperrzeiten. 322 Frauen und Männer beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon 107, weil sie einen neuen Job fanden. Weitere 84 Arbeitslose gingen in eine Ausbildung oder eine Qualifizierung.

164 Stellen waren im Mai gemeldet, davon 46 neue. 153 Stellen sind sozialversicherungspflichtig. Schwerpunkte sind der Handel, Hotels und Gaststätten, Metallbau und der Dauerbrenner Pflege.

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