Menschen in Mali droht eine Hungersnot
Hilfe Brücke Nordenham-Kayes bittet um Spenden – Getreide teuer
von Anna Maria Weiss
Nordenham - Bandiougou Niakaté, Chef der malischen Hilfsorganisation Solisa, hatte bereits im November vergangen Jahres gewarnt. Jetzt wird das Problem immer dringender: Dem westafrikanischen Staat Mali steht eine Hungersnot bevor, weil die Hirseernte verdorrt ist. Auch die Projektdörfer des Vereins Brücke Nordenham-Kayes sind betroffen.
Mit 5000 Euro unterstützt die Brücke die Partnerorganisation Solisa, damit Getreide gekauft werden kann. Dieser Betrag, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Dirichs, sei aber lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn die Getreidepreise würden stetig steigen. Daher warten die Partner mit dem Ankauf, bis die Preise durch Getreidelieferungen aus dem Ausland wieder sinken. Bis dahin hungert die Bevölkerung.
Besonders die Menschen in den Dörfern und die Nomaden, die mit ihren Viehherden durch die Sahelzone ziehen, sind die Leidtragenden. Die Hilfsorganisation Misereor wirft der internationalen Staatengemeinschaft vor, zu spät zu reagieren und die Fehler der Hungerskatastrophe in Ostafrika im vergangenen Jahr zu wiederholen.
Der Verein Brücke Nordenham-Kayes möchte den Menschen in Mali auch weiterhin helfen. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt der Verein bereits Dörfer in der Region Kayes, hat dort fünf Schulen und fünf Gesundheitszentren errichtet, von denen eins Ende Februar eingeweiht wird. Dazu reist Peter Dirichs nach Mali. Zudem will er sich ein Bild von den neu eingerichteten Nähwerkstätten, Getreidespeichern, Brunnen und Gärten machen.
Die Nordenhamer Bevölkerung wird gebeten die Mali-Hilfe mit Spenden auf das Konto der Oldenburgischen Landesbank, Kontonummer 980 5042001, Bankleitzahl 280 200 59, Stichwort Hungerhilfe, zu unterstützen.
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