Mit den Jugendlichen vieles bewegen
Porträt Silke Meine ist jetzt für Jugendarbeit in zwei lutherischen Kirchengemeinden zuständig
Silke Meine ist seit dem 1. Januar für die kirchliche Jugendarbeit in den lutherischen Gemeinden Edewecht und Petersfehn/Friedrichsfehn zuständig BILD: Doris Grove-Mittwede 
von Doris Grove-Mittwede
Nordenham - „Ich habe mich in der Wesermarsch sehr wohl gefühlt und war im Kreisjugenddienst für die kirchliche Jugendarbeit in Nordenham, Butjadingen, Abbehausen und Blexen zuständig. Diese vier Jahre waren toll, aber nun beginnt ein neues Kapitel: Jetzt kümmere ich mich um die Jugendarbeit in den lutherischen Kirchengemeinden Edewecht sowie Petersfehn/Friedrichsfehn und ich freue mich sehr über diese neue, berufliche Herausforderung“, sagt Silke Meine.
In Oldenburg geboren
Die 33-jährige Diplom-Pädagogin hat in Edewecht die Nachfolge von Diakon Volker Austein angetreten, der Ende 2011 nach 24 Jahren nach Bremen wechselte. Die gebürtige Oldenburgerin hat sich schon als Jugendliche für Kinder und Jugendliche engagiert. In der lutherischen Kirchengemeinde Oldenburg-Ohmstede organisierte Silke Meine (mit anderen) Kinderfreizeiten, Konfirmandenfreizeiten und Kindergottesdienste. Außerdem interessierte sie sich für kirchliche Gremiumsarbeit, die nach und nach immer umfangreicher wurde.
Das Studium der Diplom-Pädagogik in Oldenburg begann die 33-Jährige nach einem „beruflichen Umweg“. „Nach dem Abitur wollte ich gern eine Ausbildung absolvieren; einen Ausbildungsplatz zur Bankkauffrau fand ich bei der Volksbank Oldenburg.“ Auch während der Banklehre und später während des Studiums prägten kirchliche Jugendarbeit und enge Kontakte zu Mitgliedern der Kirchengemeinde Ohmstede Silke Meines Freizeit. „In meinen Urlauben hab’ ich weiterhin Kinderfreizeiten geleitet, und irgendwann war mir klar, dass ich hauptberuflich pädagogisch tätig sein wollte.“
Nach dem Studium ergab es sich, dass Silke Meine am 1. März 2008 ihre erste Stelle als Diplom-Pädagogin für kirchliche Jugendarbeit in der Wesermarsch antreten konnte; das Arbeitsverhältnis war zunächst auf ein dreiviertel Jahr befristet. Nach erneuter Bewerbung und dem Zuschlag – nach einem neuen Synodenkonzept seien seit dem 1. Januar 2009 alle lutherischen Diakone in der Region direkt bei der lutherischen Landeskirche Oldenburg angestellt – arbeitete die 33-Jährige dann in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.
Eine Zeit lang wohnte die junge Frau in Elsfleth, dann zog sie des Freundeskreises wegen wieder zurück nach Oldenburg. Ende vergangenen Jahres ergab es sich, dass die 33-Jährige ins Ammerland wechseln konnte.
„Berufliches Neuland“ ist die Gemeinde Edewecht für Silke Meine nicht. „Schon gegen Ende meines Studiums war ich für ein paar Stunden in der lutherischen Kirchengemeinde Petersfehn/Friedrichsfehn tätig und habe damals auch mit Diakon Volker Austein zusammen gearbeitet.“ Insofern sei für sie nicht alles fremd und neu.
Enger Kontakt zur Basis
„Ich finde es spannend, in zwei Kirchengemeinden kirchliche Jugendarbeit leisten zu dürfen. Dadurch wird der Kontakt zur Basis sicherlich enger werden als er es in der nördlichen Wesermarsch sein konnte. Dort umfasste mein Zuständigkeitsbereich gleich neun Kirchengemeinden.“ Zunächst wolle sie, die auch eng mit den anderen Mitgliedern des Kreisjugenddienstes zusammenarbeiten werde, die Strukturen und die Arbeit in Edewecht sowie in Petersfehn/Friedrichsfehn kennenlernen und mit anderen weiterentwickeln. Einige ihrer Schwerpunkte sollen die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Helfern sein, Erlebnispädagogik, die Freizeitenarbeit und die Gremiumsarbeit. Doch auch Neues plant die 33-Jährige. So würde sie gern eine „Alltagsfreizeit für Jugendliche und Erwachsene“ anbieten.
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