Neuer Eigentümer für das Kinogebäude gesucht
Immobilie Filmpalast-Lichtspielhaus läuft auch nach Verkauf weiter – Mietvertrag endet 2016
Das Gebäude, in dem sich das Filmpalast-Kino und ein Fotostudio befinden, steht zum Verkauf. BILD: Norbert Hartfil 
von Norbert Hartfil
Nordenham - Das Kinogebäude an der Hansingstraße steht zum Verkauf. Die in Leer lebende Eigentümerin will sich von der Immobilie trennen. Für die Kino-Freunde gibt es jedoch Entwarnung: Der Filmpalast wird auch bei einem Verkauf des Hauses weiter betrieben.
Erika und Hans-Joachim Döring, die das letzte Nordenhamer Kino im März 2011 nach anderthalb Jahren Leerstand wiedereröffnet haben, verfügen über einen Mietvertrag bis 2016. Daran soll sich nach dem derzeitigen Stand der Dinge nichts ändern. „Wir wollen den Vertrag auf jeden Fall einhalten“, sagt Hans-Joachim Döring.
Der in Jever lebende Kino-Pächter macht allerdings kein Geheimnis daraus, dass die gesamte Branche stark unter Druck steht und es der Filmpalast in Nordenham nicht leicht hat.
Die Konkurrenz durch illegale Film-Downloads im Internet macht den Kinobetreibern schwer zu schaffen. Vor allem die neuen Action-Streifen sind im Internet äußerst begehrt und schnell verfügbar, so dass sich diese Sparte laut Hans-Joachim Döring in den Lichtspielhäusern zu einer wenig lohnenden Randerscheinung entwickelt hat.
Mit der Vermarktung des Kino-Gebäudes, das im Fachjargon als „Spezialobjekt“ angeboten wird, hat die Eigentümerin den Nordenhamer Makler Onno Spannhoff und die Raiffeisenbank beauftragt. Als Preisvorstellung stehen 110 000 Euro im Raum.
Laut Onno Spannhoff haben bereits einige Besichtigungstermine stattgefunden, aber eine Veräußerung zeichne sich noch nicht ab. Das Geschäftshaus ist 1907 entstanden und hat eine Gewerbefläche von 835 Quadratmetern. Neben den beiden Kinosälen des Filmpalasts befindet sich ein Fotostudio in dem Gebäude. Im Obergeschoss sind Büroräume eingerichtet, die zurzeit leer stehen.
Für den Kino-Betreiber Hans-Joachim Döring kommt ein Kauf des Hauses nicht in Frage. „Aus Altersgründen hat das für uns keinen Sinn“, sagt der gebürtige Blexer.
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