SEEFELD, 19. September 2011


Experte hält Plädoyer für die Kompost-Pyramide

Garten Wolfgang Hoff lehnt Behälter ab – Abfallhaufen als gestalterisches Element nutzen


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Garten-Experte Wolfgang Hoff (rechts) gab den Teilnehmern wertvolle Tipps zur Kompostierung. BILD: Beatrix Schulte  Bild vergrößern

Der Komposthaufen sollte frei stehen. Der eigene Kompost verbessere die Qualität der Pflanzen, sagte der Referent.

BEA

Seefeld - „Ratten kommen nur, wenn das Milieu nicht stimmt“, sagte Wolfgang Hoff aus Edewecht. Der Experte referierte jetzt vor Mitgliedern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Weinkontor in Seefelder Außendeich zum Thema „Richtiges Kompostieren, gesunde Pflanzen“ und beantwortete bereitwillig aufkommende Fragen zu diesem Spezialgebiet.

Die Aufbewahrung von Schnittgut und Abfällen zur Kompostierung in eckigen Holz- oder Drahtbehältern lehnt Wolfgang Hoff ab. Der Anhänger der so genannten Demeter-Lehre plädierte vielmehr für einen Komposthaufen zu ebener Erde, welcher pyramidal aufgeschichtet werde. Nur so könnten sich die Humin- und Eiweißstoffe an die Tonkristalle binden. „Machen Sie den Kompost zu einem Gestaltungselement ihres Gartens“, regte Wolfgang Hoff an und beschrieb, wie man den Abfallhaufen geschickt in den Garten integrieren kann, ohne dass er eine optische Katastrophe wird.

Die pyramidale Form eines Komposthaufens kann laut Wolfgang Hoff optimal von kosmischer Energie durchzogen werden. Deshalb sollte er auch frei stehen und nicht unter einem großen Baum. Er sollte etwa 1,50 Meter breit sein. In einen Bereich würden immer frische Abfälle geworfen, während in einem anderen Bereich der fertige Humus entnommen werden könne. Dafür müsste der Haufen nicht zu oft umgeschichtet werden.

Zum Ansetzen des Kompostes empfahl der Referent Kuhjauche von Tieren mit Hörnern, Dolomitkalk oder Korallenalgenkalk sowie ein spezielles konzentriertes Ansatzpräparat auf pflanzlicher Basis. Der eigene Kompost verbessere auch die Qualität und Inhaltsstoffe der Pflanzen, was wiederum dem Menschen zugute käme. Einen hygienisierten Kompost aus dem Handel lehnt der Referent ab, da dort die falschen lebenden Organismen für die Umsetzung der Abfälle zuständig wären und einen toten Humus lieferten.

Nach dem theoretischen Teil und einer Stärkung mit Apfelsaft aus ökologischem Anbau, ging es in den Garten von Johanna Kühn, wo in einem praktischen Teil ein Kompost vor den Augen der Teilnehmer angelegt wurde. Mit Forke und Spaten hoben Wolfgang Hoffe und Dr. Wolfgang Meiners, Vorsitzender des BUND-Kreisgruppe Wesermarsch, eine Senke aus, in die die Abfälle Schicht für Schicht eingebracht wurden.

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Der große Garten von Johanna Kühn strotzt nur so von prächtigen Blumen und Kräutern. Er wird wohl mit dem korrekt angesetzten Kompost im kommenden Jahr eine qualitätsvolle Düngung aus eigener Herstellung erhalten, der für eine noch üppigere Blumenpracht sorgt.






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