GROßENKNETEN, 23. Dezember 2009


Mehrheit für Schießsportanlage

RAT I Projekt der Jägerschaften scheidet Geister: „Warum unbedingt in Ahlhorn?“


CDU UND FDP SPRACHEN SICH FÜR DIE UMWIDMUNG DER AHLHORNER STANDORTSCHIEßANLAGE AUS. DIE ENTSCHEIDUNG TREFFE LETZTLICH DER KREIS.

GROßENKNETEN - Auf wenige Gegenliebe stößt das von den Kreisjägerschaften Cloppenburg und Vechta geplante Schießsportzentrum in Ahlhorn. Bei der Ratssitzung der Gemeinde Großenkneten am Montagabend wurden die Sitzplätze knapp, denn die Ahlhorner wollten wissen, wie der Gemeinderat zu dem Vorhaben steht.

Carsten Grallert (CDU) brachte es eingangs auf den Punkt: „Wir treffen heute keine politische Entscheidung, da es sich um privilegiertes Recht handelt. Allenfalls können wir unsere Meinung per Beschluss kundtun.“ Damit reagierte er auf den Einwand von Thorsten Schmidtke (SPD): „Für uns steht der Mensch im Vordergrund und damit die Anwohner. Es gibt eine Menge von Gründen vorzubringen. Aber der zu erwartende Lärm dürfte das Hauptargument gegen eine solche Anlage sein. Einige wenige Jagdgenossen oder Schießsportler lassen viele unter ihrem Sport leiden. Warum wird eine solche Anlage nicht in Cloppenburg oder Vechta gebaut?“ Der aufbrandende Beifall der Bürger zeigte die Stimmungslage.

Nicht verstehen wollte dagegen Astrid Grotelüschen (CDU) den plötzlichen Sinneswandel der Sozialdemokraten. Sie betonte, dass das Thema bislang einhellig diskutiert worden sei. „Der Landkreis entscheidet. Wir brauchen hier heute keine Schauabstimmung.“ Nun ginge es darum, gerade in Sachen Schießzeiten einen Kompromiss zu finden. Werner Knoop (FDP) zeigte Verständnis für die Sorgen der Anlieger. Genehmigungsbehörde aber sei der Landkreis.

Lothar Zidek von der Kommunalen-Alternative-Fraktion hob hervor, dass die Schießanlage kein Image-Gewinn für die Gemeinde sei, wie es eingangs Bürgermeister Volker Bernasko in seinen Ausführungen betont habe. Die aktuellen Schießzeiten auf dem Stand auf Gut Altona, auf dem acht Stunden pro Woche geschossen werde, seien nichts im Vergleich zu dem geplanten Vorhaben. „Hier sind 112 Stunden pro Woche anvisiert. Darunter auch zehn Nachtschießen.“

Bürgermeister Bernasko erklärte, dass die Zustimmung zwar verweigert werden könne, dieses dann aber der Kommunalaufsicht vorgelegt werden müsse. Die würde den Sachverhalt zur neuen Beratung vorlegen. Außerdem könnte im schlimmsten Fall eine Schadenersatzverpflichtung auf die Gemeinde zukommen.

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Die Abstimmung zeigte dann eine Mehrheit aus Schwarz-Gelb gegen die Stimmen von SPD und Kommunaler Alternative für die Umnutzung der ehemaligen Standortschießanlage zu einem Schießsportzentrum, sofern die Nachnutzung des Flugplatzes Ahlhorn nicht eingeschränkt werde.


 



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