BREMEN, 10. März 2010


Zimtpulver vertreibt lästige Fliegen

FORSCHUNG Bremer Schüler experimentieren für Wettbewerb „Jugend forscht“


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Lia Marie Gerdes hat in einem Aquarium eine stabile Biosphäre geschaffen. Die echten Fische überlebten. BILD: STRAHMANN  Bild vergrößern

INSGESAMT 180 KINDER PRÄSENTIEREN IHRE WISSENSCHAFTLICHEN ERGEBNISSE. DIE GEWINNER FAHREN ZUM BUNDESENTSCHEID NACH ESSEN.

VON VIVIANE STRAHMANN

Bremen - Die Spannung steigt: 180 Nachwuchswissenschaftler präsentieren 94 Forschungsprojekte in den Landeswettbewerben von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Am Donnerstag stellt sich heraus, wem der Einzug in den Bundeswettbewerb gelingt.

Dreimal „Jugend forscht“ hieß es bereits auf regionaler Ebene in Bremen-Nord, Mitte und Bremerhaven. Die Sieger, jeweils rund 40 Prozent aus den drei Vorläufen, müssen sich nun erneut der anspruchsvollen Jury, bestehend aus Lehrern, Professoren und Ingenieuren, auf dem Werksgelände von EADS-Astrium stellen. Das beschert den Teilnehmern schon die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn, wie beispielsweise bei Lia Marie Gerdes (12 Jahre) vom Alten Gymnasium, die den kritischen Fragen der Experten standhalten musste.

Ihr ambitioniertes Projekt im Fachgebiet Biologie: Sie will zeigen, dass man aus einem Aquarium eine Biosphäre schaffen kann. Das hat sie geschafft – zumindest für zwei Wochen. In diesem abgeschlossenen Raum produzieren Lebewesen lebenswichtige Stoffe selbst, bauen Überflüssiges ab und leben in einem geschlossenen Kreislauf. Stolz erzählt sie: „Alle zehn Zebrabärblinge haben meinen Versuch überlebt.“

Wer schon immer wissen wollte, wie er lästigen Fruchtfliegen zu Leibe rückt, für den haben Kim Lisa Ungnade und Patrick Föst von der Albert-Einstein-Schule ein Mittel gefunden: Zimtpulver soll gegen die „Biester aus der Mülltonne“ helfen. Beide Teams hoffen auf eine gute Platzierung im Wettbewerb „Schüler experimentieren“, in dem insgesamt 62 Arbeiten um den Sieg konkurrieren.

Merle Kirmse und Estell Shari Schröder (Ökumenisches Gymnasium) haben mit Hilfe von Saponinen, die in Waschnüssen enthalten sind, biologisch abbaubare Klebstoffe entwickelt. Die 17-Jährigen sind nicht sicher, ob sie zum Bundesentscheid fahren werden: „Wir haben uns die anderen Projekte angesehen, und es sind sehr gute dabei.“ Im „Jugend-forscht“-Landeswettbewerb gehen sie mit einer von 32 Arbeiten an den Start. Ebenso dabei: Timo Zander (20) und Jannick Eickert (19) von der Europaschule Utbremen mit einem Straßen-Enteisungssystem.

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Wettbewerbsbeauftragter Hans-Helmut Dettmer verweist auf die hohen Anforderungen, die Landessieger-Projekte erfüllen müssen. Dazu gehört unter anderem ein hoher Eigenanteil an Forschung.


 



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