Schwarze Schafe erobern Nabu-Schullandheim
NACHWUCHS Freude über zwei neue Lämmer in der Dreptefarm – Rasse gefährdet
Nachwuchs auf der Dreptefarm: Zwei schwarze Lämmer meldeten sich mit einem zarten „Määäh“. BILD:NABU 
Bremen - Mit zartem „Määäh“ machten zwei süße Lämmer im Schullandheim Dreptefarm des Naturschutzbundes (Nabu) Bremen auf sich aufmerksam. Die durchgehend schwarzen Schafe sind Nachwuchs der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe, die das Heim hält. Die einst in Norddeutschland weit verbreitete Rasse gilt als stark gefährdet. Nur noch rund 4000 Tiere sind registriert.
„Wir hatten eigentlich schon nicht mehr so recht mit Schafnachwuchs für dieses Jahr gerechnet“, sagt Schullandheim-Vorsitzender Sönke Hofmann. „Die süßen Lämmchen passen hervorragend zur Osterfreizeit, die am Freitag beginnt“, ist Hofmann begeistert. Die „Rauhwoller“ sind eine uralte Zuchtrasse. „Die Wolle eines 3600 Jahre alten Handschuhs hatte schon genau die gleichen typischen Kurzhaare im Vlies wie die Pommersche Landschafwolle“, sagt Hofmann, der auch Landesgeschäftsführer des Nabu ist.
Bis auf 46 Schafe und sieben Böcke war der Bestand vor zwei Jahrzehnten geschrumpft. Mittlerweile gibt es von den genügsamen Tieren 250 Zuchtböcke und rund 3700 Schafe.
Dagegen nimmt sich die „Herde“ des Nabu-Schullandheims mit zwei Schafen und zwei kleinen Böcken bescheiden aus. Doch der Zuchtgedanke spielt nur eine Nebenrolle.
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