460 Kinder stellen Bücher im Übersee-Museum aus
Migration Projekt „Einwanderhaus“ steht vor Abschluss – 2000 Mädchen und Jungen beteiligt
Bremen - Premieren, Vorbereitungen, letzte Feinarbeiten – das Bremer „Einwanderhaus“ wächst weiter. Stein für Stein, sozusagen – und sämtliche Steine fügen sich zu einem großen Bild, das von Jugend und Migration erzählt.
Kunst und Geschichte, Tanz und Theater – viele unterschiedliche Einzelprojekte bilden das „Einwanderhaus“ (Untertitel: „Vom Kommen und Bleiben“). Sie alle kreisen um die Themen Migration und Integration. Die gemeinnützige Quartier GmbH geht zu den Menschen in den Stadtteilen, um mit ihnen zu arbeiten – vor allem mit Kindern und Jugendlichen, und zwar mit jenen aus den so genannten Randlagen. Schirmherr des Projekts ist Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD).
2 000 Mädchen und Jungen aus Horten, Freizeitheimen und zwölf Schulen bauen mit am „Einwanderhaus“, beteiligen sich – bereits seit Januar – an künstlerischen Werkstätten. Dieser Tage stehen gerade die „Ich-und-Du-Bücher“ von Grundschülern im Blickpunkt.
„Wir haben in den Grundschulen Ateliers eröffnet, in denen Klassen mit Künstlern arbeiten“, sagt Kerstin Holst von der Quartier GmbH. Thema der Bücher sind die Biografien der Kinder. Jedem Kind wird eines aus einem anderen Stadtteil zugeordnet, mit dem es zusammen an einem gemeinsamen Buch schreibt und zeichnet.
Dazu gibt es Werkstätten, die von Künstlern geleitet werden – gegenwärtig (und noch bis Freitag, 3. September) in Kattenturm (Schule in der Stichnathstraße) von Antonio Velasco Munoz und Rashmi Krishna, in Tenever (Schule in der Andernacher Straße) von Helga Wiese und Anna Sophia Hellmich und in Huchting (Schule in der Robinsbalje) von Dorit Hillebrecht und Sylvia Dierks. Weitere Werkstätten folgen in der Zeit vom 6. bis zum 24. September.
Die 230 Bücher von 460 Bremer Kindern werden im Übersee-Museum von 28. September bis 5. Dezember gezeigt.
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