Von den Potenzialen eines Kontinents
Messe „Afrika ist auch in Bremen!“ mit wirtschaftlichem und politischem Fokus am 16. September
Arbeiten an den Messe-Vorbereitungen: Stefanie Donker-Tsibu (von links), Abdallah Jambeidu, Katrin Gerhard und Joy Alemazung von der GIZ. BILD: Langkowski 
von Ilka Langkowski
Bremen - „Wir wollen weg vom Klischee“, sagt Abdallah Jambeidu von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Jedes Mal sehe man in Zusammenhang mit Afrika, Bilder von leidenden Kindern, Krieg und Safari.
Die Gemeinschaft der in Bremen lebenden Afrikaner hat seit Beginn dieses Jahres eine neue Anlaufstelle. In der GIZ haben sich der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Inwent – Internationale Weiterbildung und Entwicklung zusammengeschlossen. Die GIZ arbeitet bereits an der Vorbereitung der ersten Afrika-Messe Deutschlands: „Afrika ist auch in Bremen!“ soll vor allem den deutschen Besuchern einen Einblick in das „normale“ Afrika geben, abseits von Exotik und verbreiteten Klischees. An zig Ständen präsentieren sich am 16. September in Messehalle 4.1 im Rahmen der „Hanse-Life“ afrikanische und deutsche Unternehmen, Vereine, Behörden sowie Vertreter aus Bildung und Politik. Vorträge, Filme und Diskussionsrunden beschäftigen sich mit den Themen Wirtschaft, Migration, Entwicklung, Tourismus und erneuerbare Energien. Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Musik, Tanz, Kochwettbewerb und Kinderprogramm wird für Kurzweil sorgen. Die Designerin Toyin Shuab bereitet eine Modenschau vor, für die europäische und afrikanische Models gesucht und geschult werden.
Mit der Messe will die GIZ über die hier lebenden Afrikaner und ihre Herkunftsländer informieren. Das sei die Basis, um die Menschen zu verstehen, ihr Potenzial zu erkennen und die richtigen Maßnahmen zur Förderung der Integration anzustoßen, erklärte Joy Alemazung, Dozent an der Hochschule Bremen. „Du kommst aus Afrika? Wie ist es da?“, sei eine Frage, die Afrikaner häufig gestellt werde, erzählte Alemazung. Vielen sei nicht bewusst, wie groß der Kontinent sei und dass dort sehr unterschiedliche Kulturen leben. Mit mehr Wissen über den Kontinent und der im Ausland lebenden Afrikaner, der Diaspora, könne auch die Entwicklungshilfe effektiver ausgerichtet werden.
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