„Keimzelle“ wird erweitert
Eröffnung Innovations- und Technologiezentrum erhält Anbau – Neue Kooperation
Eröffnung im „Bitz-Lab“ (von links): Senator Martin Günthner (SPD), WFB-Chef Andreas Heyer, Dr. Boris Oberheitmann vom Verband „Life Sciences“ und Dr. Jan Barten, dessen Unternehmen Hanse Fine Chemicals zu den ersten Mietern gehört. BILD: Bahlo 
von Thomas Kuzaj
Bremen - Das Bremer Innovations- und Technologiezentrum (Bitz) hat einen Anbau bekommen, der am Donnerstag eröffnet wurde. Gemeinsam mit der Universität gilt das Bitz als „Keimzelle“ des Technologieparks. Seit 1986 geht es hier darum, wissenschaftliche Innovationen mit Unternehmergeist zu verbinden. Mit dem Anbau gibt es nun mehr Platz für junge Unternehmen und Gründer.
Die Bauarbeiten für das „Bitz-Lab“ begannen im Mai 2010. Der Anbau kostete etwa 4,24 Millionen Euro und wurde aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung (Anteil: 2,7 Millionen Euro) sowie aus Eigenmitteln der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) bezahlt, die sich – so die Idee – „später durch Mieteinnahmen refinanzieren“ sollen.
„Das Bitz leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Bremens, weil es Gründern und jungen Unternehmen die passenden Startbedingungen für ihre berufliche Selbstständigkeit bietet“, sagte Martin Günthner (SPD), Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, zur Eröffnung. Seit seiner Gründung habe das Bitz nach Angaben der Wirtschaftsförderer 262 Existenzgründern und jungen Unternehmen „kostengünstige Räumlichkeiten und umfassende Dienstleistungen für den Start in die berufliche Selbstständigkeit geboten“.
Die Wirtschaftsförderung ist Betreiber des Bitz. Seit dem Jahr 2005 wurde die Immobilie schrittweise modernisiert. Als wichtigster Teil dieses Modernisierungsprogramms gilt das nun eingeweihte „Bitz Lab“. Errichtet wurde es im Innenhof des Gründerzentrums. Entstanden sind auf diese Weise, so die Formulierung, „moderne Büros und Laborflächen auf 1400 Quadratmetern Nutzfläche“.
„Die Nachfrage in unserem Gründerzentrum ist kontinuierlich hoch, sie hat sich jedoch von Produktionshallen hin zu Laboren verlagert“, sagte Andreas Heyer, Chef der Wirtschaftsförderer. Eine alte Produktionshalle musste dafür weichen. Und so entstanden auf drei Geschossen 36 „flexibel nutzbare Raumeinheiten mit modernen Büro- und Laborflächen“. „Es gibt ein hohes Interesse an unserem neuen Angebot“, sagte Heyer weiter.
Zur Eröffnung der Räume begann auch eine neue Kooperation: „Der Unternehmensverband Life Sciences und die WFB haben eine zweijährige Zusammenarbeit vereinbart, um Existenzgründungen aus dem wissenschaftlichen Bereich zu fördern“, sagte Dr. Boris Oberheitmann, erster Vorsitzender des Verbandes.
„Damit wollen wir vor allem Hochschulabsolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter erreichen und sie bei ihren Gründungsabsichten unterstützen. Die Kompetenzen unseres Verbandes und der Wirtschaftsförderung ergänzen sich optimal.“
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