Anwohner hoffen auf Lärmschutz-Wand
Forderung Petitionsausschuss des Bundestages besucht die Bahngleise in Walle
Bremen - Es sind meist kleine, alte Häuser, die entlang der Bahnüberführung an der Osterfeuerbergstraße in Walle stehen. Die Schienen liegen wenige Meter entfernt, keine Lärmschutz-Wand trennt die fünf Gleise von den Häuserzeilen. Seit Jahren schon fordern die Anwohner eine solche Wand. Die Bahn hat das bisher stets abgelehnt. Das könnte sich jetzt ändern. Denn Montag war der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages auf Initiative der SPD zu Besuch.
Gut 2 000 Menschen wohnen hier im näheren Umkreis. Ab 2015 könnten hier täglich 470 Züge vorbeirauschen, 245 davon nachts. „Es gibt keine einfache Lösung“, sagt Gero Storjohann (CDU), der stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses. Und doch hätten sie sich eine überlegt, wie Storjohann sagt. Ein Gleis nämlich werde ohnehin „selten genutzt“. Wenn die Bahn darauf verzichte, dann wäre Platz für eine 200 Meter lange Lärmschutzwand, sagt der CDU-Politiker aus Bad Segeberg. Das würde 860 000 Euro kosten – und wurde bisher von der Bahn sowie vom zuständigen Ministerium als „nicht verhältnismäßig“ abgelehnt. Was nun passiert, darüber kann der Petitionsausschuss nicht entscheiden. Deswegen formulierte er lediglich „mehrere Prüfaufträge“, die nun von der Bahn und dem zuständigen Ministerium abgearbeitet wurden, sagt Storjohann.
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