Das Große Ganze im Auge behalten
City Nabu: Planung neu beginnen
Delmenhorst - Ein Einkaufscenter muss nicht zwangsläufig im Stadtwesten angesiedelt sein, sondern könnte genauso gut im Bereich des ehemaligen Hertie-Kaufhauses liegen. Diese Meinung vertritt Margitta Spiecker vom Referat Nachhaltige Siedlungsentwicklung der Delmenhorster Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland. Durch eine „vernetzte Planung“ zwischen Kirchstraße und Schulstraße unter Einbeziehung des leer stehenden Parkhauses ließen sich spielend 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche etablieren. Spiecker: „Wenn wir ein ,Nazi-Hotel‘ verhindert haben, werden wir wohl auch imstande sein, das ehemalige Hertie-Kaufhaus aus der Bindung mit dem Investor zu lösen. Den Standort Kaufpark in Anspruch zu nehmen, wäre unserer Meinung nach gegenüber den dortigen Mietern sowieso unanständig.“
Spiecker unterstreicht, dass es seitens der Investoren „kein wirkliches Interesse für ein Einkaufs-Center in Delmenhorst gibt“ und der einzige übrig gebliebene Investor DIH auf seiner Hauptversammlung zu verstehen gegeben habe, dass er – wie die NWZ auch berichtete – „nicht mit heißem Herzen dabei“ sei. Es sei an der Zeit für eine grundsätzlich neue innerstädtische Planung, die sich an neuen „Leitbildern zur Infrastruktur des Großen Ganzen“ orientieren sollte. Ob Graftbogen, Rathausplatz, Markthalle oder eine neue Mehrzweckhalle – alles gehöre zusammen. Die bisher betriebene stückchenweise Innenstadtplanung werde niemals die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der City steigern können, glaubt Spiecker.
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