Seit Jugend von Orgel fasziniert
Stadtkirchenkantor Gerd Hofstadt (62) informiert am Sonnabend, 4. Februar, um 16 Uhr in der evangelischen Stadtkirche über die Orgel. Der Eintritt ist frei.
FRAGE: Herr Hofstadt, was fasziniert Sie an der Orgel?
HOFSTADT: Sie hat eine enorme Klangfülle und unendliche Variationsmöglichkeiten, dazu kann sie auch mit den Füßen gespielt werden. Das alles hat mich seit meiner Jugend sehr gepackt. Es gibt nur ganz wenige Vorschriften, wie ein Stück klanglich realisiert werden muss. Als Orgelspieler stehe ich deshalb bei jedem Auftritt vor der Entscheidung, wie ich ein Stück variiere.
FRAGE: Wie lange haben Sie denn gebraucht, bis Sie das Instrument souverän beherrscht haben?
HOFSTADT: Das dauert ein Leben lang. Die technische Ausbildung dauert drei Jahre, aber je länger man sich mit der Materie befasst, desto anspruchsvoller wird man mit sich selbst. Jede Aufführung ist das Stück eines Weges. Der Lernprozess ist erst dann zu Ende, wenn man aufhört zu spielen.
FRAGE: Wie sehr hat sich Ihr Spiel in den vergangenen Jahrzehnten verändert?
HOFSTADT: Drastisch. Ich habe in einem ganz anderen Stil gelernt zu spielen, als ich es heute tue.
FRAGE: Sie laden zu einer offenen Veranstaltung über die Orgel ein. Was wollen Sie den Besuchern vermitteln?
HOFSTADT: Ich möchte Leute ansprechen, die gerne Orgelmusik hören, aber mehr über das Instrument wissen möchten, als ihnen in einem Konzert vermittelt wird. Die Besucher können auch ihre Lieblingsklaviermusik selbst auf der Orgel spielen.
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