DELMENHORST, 23. Februar 2012


Anwalt für einen bedrohten Lebensraum

Naturschutz Georg Müller referiert auf Einladung des NABU über Wallhecken


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Georg Müller BILD: archiv  Bild vergrößern

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Delmenhorst - Einen Vortrag über Wallhecken hält am Donnerstag, 1. März, der Sachverständige für Wallhecken und Pilze sowie Bremer Heimatforschungspreisträger Georg Müller auf Einladung des Naturschutzbundes in Delmenhorst. Beginn ist um 19.30 Uhr im Hotel Goldenstedt, Urselstraße 18 . Es wird um Anmeldung unter Telefon  56161 gebeten.

Georg Müller ist bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, er wird in Fachveröffentlichungen und in Kommentaren zum Naturschutzgesetz zitiert. Daher freut sich der NABU Delmenhorst besonders, ihn für diesen Vortrag gewinnen zu können. Müller wird die Entwicklung der Wallhecke von ihrem Ursprung bis in das jetzige Jahrhundert anhand von Fotos, Landkarten und Gesetzen sowie Verordnungen aufzeigen.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute wurden allein in Niedersachsen etwa 100 000 Kilometer Wallhecken trotz gesetzlichen Schutzes zerstört.

Durch die Recherchen für sein neues Buch über die Feldeinfriedungen Europas ist Müller darauf aufmerksam geworden, dass die Schutzregelungen für Wallhecken bei der Novellierung des niedersächsischen Naturschutzgesetztes gravierend durch die jetzige Landesregierung nachteilig verändert wurden. So wurden z.B. die Wallhecken in und an Wäldern völlig aus der Schutzregelung, ohne Grund, willkürlich herausgenommen.

Wallhecken sind Lebensraum zahlreicher Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Ca. 7000 Kleinsäuger, Vögel, Reptilien, Amphibien und Insekten können in intakten Wallheckengebieten und 1800 Arten in einer intakten Wallhecke vorkommen sowie ca. 1000 Pflanzen- und mindestens ebenso viele Pilzarten.

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