Abschied von Eike Malling
NACHRUF Honorarkonsul von Antigua und Barbuda verstorben
Oldenburg - Das Wasser hatte für Kapitän Eike Friedrich Ernst Malling immer eine besondere Bedeutung: Panta rhei. Diesen Spruch des Philosophen Heraklit, der besagt, dass alles fließt und Sinnbild der Veränderung im Leben eines Menschen ist, den liebte Honorar-Generalkonsul (ret.) Eike Malling besonders. Er starb jetzt im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit.
Malling wuchs im pommerschen Darrmietzel auf. Nach dem Krieg fand er mit Eltern und Bruder eine neue Heimat bei Bad Oeynhausen. Als 16-Jähriger heuerte er als Schiffsjunge bei einer Bremer Reederei an und brachte es bis zum Kapitän auf großer Fahrt. Wie viele, die auf dem Schulschiff Deutschland oder der „Gorch Fock“ die Meere erkundeten, faszinierten ihn diese Großsegler ein Leben lang.
Als Kapitän der „Seacloud“ mit 60 Mann Besatzung und vielen Gästen übernahm er eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ihn oft in die Karibik führte. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zur Administration der Insel Antigua.
Malling wurde geschätzt als Ratgeber, baute das Schiffsregister für den Inselstaat Antigua und Barbuda auf und wurde 1988 zum Honorarkonsul ernannt. Er vertrat das Land auch bei der UNO in Wien. Auf all diesen Lebensstationen begleitete ihn Ehefrau Renate Malling.
Alle, die Eike Malling kannten, waren nicht nur von seiner Tatkraft fasziniert, sondern ebenfalls von seiner den Menschen zugewandten Art.
Er starb im Kreise seiner Familie und wird in aller Stille auf See bestattet.
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