Grüne wollen Frauen für Partei begeistern
Hauptversammlung Mit Wahlergebnissen sehr zufrieden – Führungsriege bestätigt
Der Vorstand der Grünen (von links): Sascha Brüggemann, Thorsten Duhn, Jochen Pade, Birgit Heidergott, Claudia Nobel und Petra Heuchert. BILD: Lukas Lehmann 
Oldenburg - Zufriedener Blick zurück: Eine weitgehend positive Bilanz des vergangenen Jahres zogen die Oldenburger Grünen am späten Montagabend bei ihrer Hauptversammlung im Restaurant Tafelfreuden. 45 Mitglieder waren erschienen, um den alten Vorstand zu entlasten und einen neuen einzusetzen.
Besonders hervor hob Claudia Nobel beim Bericht des scheidenden Vorstands die erfolgreichen Wahlkämpfe. Sowohl bei der Europawahl als auch bei der Bundestagswahl hätten die Grünen in Oldenburg ihre absolute Stimmenzahl erhöhen können. Wobei bei der Abstimmung zum Bundesparlament „Gesine Multhaupt quasi dazu aufgerufen hat, die Grünen zu wählen“, scherzte Nobel.
Das Wählerpotenzial in der Stadt ist groß, die Mitgliederstruktur des Stadtverbandes macht einigen Mitgliedern allerdings sorgen. So bemerkte der Landtagsabgeordnete Ralf Briese, dass die Grünen bei den Stimmen auf dem Niveau der SPD lägen, mit 182 aber deutlich weniger Mitglieder als die Sozialdemokraten hätten. Dementsprechend fehlten helfende Hände für die Parteiarbeit. „Wir schmoren ein bisschen im eigenen Saft“, so Briese.
Auf einen mit 29 Prozent zu geringen Frauenanteil im Stadtverband wies Bürgermeisterin Rita Schilling hin. „Damit können wir nicht zufrieden sein“, sage sie und wünschte sich vom neuen Vorstand ein Konzept, um mehr Frauen zu aktivieren.
Ohne Probleme wurde anschließend die neue Führungsriege gewählt. Claudia Nobel, Birgit Heidergott und Jochen Pade als Kassierer bleiben im Amt. Sascha Brüggemann, Thorsten Duhn und Petra Heuchert sind neu im Vorstand.
Bei aller Arbeit, die auf die neue Stadtverbandsführung zukommt: Umziehen muss sie nicht. Das Parteibüro am Friedensplatz, das bislang durch das frühere Bundestagsmitglied Thea Dückert mitfinanziert wurde, soll trotz der Mehrkosten nach Dückerts Ausscheiden aus dem Parlament an diesem Standort verbleiben, entschied die Versammlung.
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