Schlaflos nur bei Dreharbeiten
Film Oldenburg-Streifen an diesem Mittwoch um 20.15 Uhr im Fernsehen
Hinter den Kulissen in der Kantine (von links, 2. Reihe): Hannes Jaenicke, Suzanne von Borsody und Minister Lutz Stratmann drehten in der Kantine der OLB. Auch Mitarbeiter der Bank spielten als Statisten in dem Film mit. BILD: Archiv/Herrnberger 
von Sabine Schicke
Oldenburg - Lange haben die Oldenburger auf den Film warten müssen: An diesem Mittwochabend zur Hauptsendezeit werden also viele vor dem Fernseher sitzen und „Schlaflos in Oldenburg“ schauen. Tausende hatten bei den sechswöchigen Dreharbeiten von Oktober bis November 2007 mitgefiebert: als Zuschauer am Straßenrand oder als geduldige Statisten. Manche hatten ihr Haus, die Kantine oder das eigene Restaurant zur Verfügung gestellt.
So etwa Ursula Höpken aus der Masurenstraße: Bei ihr wurde eine Haushaltsauflösung in Szene gesetzt. Die Filmleute seien sehr nett, sagte sie damals.
In keiner Straße wurde Tag und Nacht so viel gedreht wie in der Lindenallee: Dort war die Film-Wohnung von Kommunikationstrainerin Lis Praetorius (Suzanne von Borsody) im Haus der damaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten Thea Dückert. Auch Kammerschauspielerin Elfi Hoppe stand hier für den Film in roter Jacke vor der Kamera.
Nebenan im Haus von Restaurantbesitzer Stefan Aufleger wurde ebenfalls gedreht, dort war der heimische Film-Herd von Hauptdarsteller Hannes Jaenicke, der den Stadtarchiv-Kantinenkoch Jan Plathe verkörpert. Die Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen der beiden steht im Mittelpunkt der rund zwei Millionen Euro teuren und 90 Minuten langen Produktion der Allmedia für den NDR.
Die Landesbibliothek wurde kurzerhand zur Stadtarchiv-Kulisse. Dort traf sich aber etwa Jaenicke auch mit Jugendlichen und diskutierte mit ihnen über seine TV-Karriere. Auch Dutzende Schüler des Herbartgymnasiums stürmten in einer Szene des Films aus ihrem Schulportal.
An einem Wochenende verwandelte sich die Kantine der Oldenburgischen Landesbank zum Drehort. Dort servierte Plathe als Koch Spezialitäten. Als Statisten waren in der OLB auch Kulturminister Lutz Stratmann und Oberbürgermeister Gerd Schwandner mit von der Partie. Der hatte sich schon zuvor auf dem Balkon des Rathauses als Fan von Suzanne von Borsody zu erkennen gegeben.
Die musste für die Dreharbeiten viel joggen: am Stau oder durch die Wallanlagen. Gedreht wurde etwa auch im „Schwan“. Für die große Schlussszene wurde an einem Tag Stefan Auflegers Restaurant „Tafelfreuden“ zur großen Filmkulisse für 50 Statisten und das Team. „Für eine öffentliche Aktion ist es aber jetzt einfach zu lange her“ sagt er. Damals wurde bis in den Morgen hinein an der Alexanderstraße gedreht – „schlaflos in Oldenburg“.
- Eislaufen oder nicht Eislaufen – das ist auf den Bornhorster Wiesen die Frage. Die professionellen Vogelschützer bei der Stadt sagen „nein“, drohen mit Strafe, wollen die Polizei in Gang setzen und verweisen auf europäische Schutzbestimmungen und „nächtliche Schlafplätze“.mehr
- Viele Städte bezeichnen sich gern als Sportmetropolen, Oldenburg ist eine. Mehr als 200 Jugendliche und Erwachsene zeichnete Oberbürgermeister Gerd Schwandner bei zwei Empfängen in der Weser-Ems-Halle aus.mehr
- Der Soroptimist International Club Oldenburg hat beim Stadttreffen der Serviceclubs aus Oldenburg und Umgebung im Alten Landtag 2000 Euro Spenden gesammelt. Das Geld überreichten Dr. Ulrike Höhn- Stüben (Präsidentin) und Nathaly Behrends-Pusch (Schriftführerin) an Helga Schumacher, Leiterin des Alten- und Pflegeheims Bodenburgallee 49.mehr
- Manchmal hilft nur noch Galgenhumor. „Entschuldigung, aber ich habe heute nicht geputzt“, sagt Reiner Hansla an der Tür mit bitterer Miene. Dabei hat er nach eigener Aussage das Gröbste schon beseitigt.mehr
- Wäre in diesem Moment eine Stecknadel gefallen, sie hätte jeder gehört. Die Stimmung knistert im Petersfehner Wirtshaus „Buntspecht“ am Freitagabend, als RTL-Moderator Günther Jauch dem Oldenburger Heinrich Schrand die 500 000-Euro- Frage stellt (Fragen: siehe Infobox).mehr


