OLDENBURG, 24. April 2010


Bundespolitik hautnah erleben

Besuch May Blank aus Donnerschwee eine Woche in Ministerium und Reichstag


Bild

und Parlamentarischer Staatssekretär, am Reichstagsgebäude  Bild vergrößern

Die 20-Jährige beginnt im September ihr Studium der Fachrichtung Politikjournalismus. In Berlin informiert sie sich aus erster Hand.

von Norbert Wahn,Redaktion berlin

Oldenburg - Wenn junge Menschen sich für Politik interessieren, dann kann man das nur unterstützen. Das dachte sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Thomas Kossendey (Edewecht), als in seinem Wahlkreisbüro die Anfrage von May Blank aus Donnerschwee kam, ob sie ihm bei seiner Arbeit in Berlin über die Schulter schauen dürfe. Am Ende des einst ausschließlich zum Jugend-Zukunftstag angedachten Besuches wird letztendlich eine ganze Woche Berlin stehen.

Die 20-Jährige hat im letzten Jahr am Herbartgymnasium ihr Abitur gemacht. „Politik und Journalismus haben mich schon länger interessiert, deswegen habe ich mich beworben“, berichtet May Blank. Mehr Politik und Journalismus an einem Ort wie Berlin gehen freilich auch kaum. „Wann bekommt man sonst die Chance, die Bundespolitik hautnah miterleben zu können? Neben den Einblicken, die man gewinnt, kann man zudem mit Mitarbeitern in den Büros über ihre Arbeit und den Werdegang sprechen. Das lässt das Bild politischer Berufe deutlicher werden“, freut sich die Oldenburgerin.

So hat sie einen Tag im Verteidigungsministerium verbracht, Minister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht sie am nächsten Tag im Bundestag. May Blank war in der Bundespressekonferenz, es ging um Steuerpolitik. Sie war am Brandenburger Tor, bekam eine Führung durch den Reichstag, hat etliche Debatten zu den unterschiedlichsten Themen im Plenarsaal verfolgt. „Das Leben als Abgeordneter ist ganz schön turbulent“, lautet ihr erstes Fazit.

Was die junge Oldenburgerin aber nicht abschreckt, im Gegenteil. Im September nimmt sie ihr Studium der Fachrichtung Politikjournalismus in Amsterdam auf. Und dann eine Karriere in der Politik? „Die Grundvoraussetzungen und das Interesse bringt sie auf jeden Fall mit“, sagt Thomas Kossendey.

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