IGS Flötenteich wird große Bühne
Schauspiel Niedersächsisches Schüler-Theater-Treffen vom 31. Mai bis 4. Juni
Aschenputtel: Das Stück wird am 4. Juni ab 10 Uhr von Zwölf- bis 14- Jährigen der IGS Flötenteich aufgeführt. BILD: Dettmar Koch 
von Karsten Röhr
Oldenburg - Viele Schüler lieben es, Theater zu spielen. Es tut ihnen gut, ihrer Entwicklung und dem ganzen Schulalltag. Immer mehr Schulen bieten deshalb Theater AGs an, die stark genutzt werden. Passend dazu findet vom 31. Mai bis zum 4. Juni das Niedersächsische Schüler-Theater-Treffen in Oldenburg statt, in der IGS Flötenteich.
Beteiligt sind Schülertheatergruppen aus dem ganzen Land, die sich hier austauschen und Stücke aufführen (siehe Info-Kasten). Veranstalter ist der Fachverband Schultheater – Darstellendes Spiel, Ausrichter die IGS und Kooperationspartner der Oldenburger Verein Jugendkulturarbeit. Hannelore Lüllwitz von der IGS Flötenteich sagt: „Ziel ist es, die Vielfalt des darstellenden Spiels in allen Schularten und Schulstufen und den Jugendgruppen der Öffentlichkeit vorzustellen, den Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu verstärken und die weitere Förderung des Schultheaters zu unterstützen.“
Einen ersten Vorgeschmack lieferte das lokale Schultheatertreffen vor einigen Wochen mit zahlreichen Aufführungen im Neuen Gymnasium (die NWZ berichtete), die Fortsetzung findet an diesem Donnerstag, 20. Mai, ab 18.30 Uhr mit dem Tanztheaterstück „Totentanz“ der IGS Flötenteich im Janssen-Museum statt. Es ist am 31. Mai auch im Rahmen des Theater-Treffens zu erleben.
„Kunst mit allen Sinnen erfahren“ – unter diesem Motto steht das ungewöhnliche Tanztheaterprojekt der IGS. Ausgangspunkt der Projektidee ist der Totentanz-Zyklus von Horst Janssen, der sich mit der Vergänglichkeit auseinandersetzt. Lehrerin Karin Benecke: „Charakteristisch für das Projekt ist die Aufbereitung des klassischen Themas in moderner multimedialer Form durch die Vereinigung von Kunst, Theater und Musik.“ Beteiligt sind Schüler der Klassen 6 bis 13 – darunter eine Bläserklasse (6b), eine AG Theater (Kurlandtheater, Klasse 6-13), ein Kunstkurs (Klasse 11) und die Schülerfirma „schoolart“ für Plakate, Werbung und Dokumentation.
Für den Museumspädagogen und Künstler Helmut Feldmann ist der Janssen-Zyklus „der ideale Ausgangspunkt für ein solches Projekt, denn seine Werke zeigen Perfektion im Detail und gleichzeitig Hinweise auf Unvollkommenheit“. Deutlich werde dies im Ausruf eines Schülers angesichts der Originalbilder: „Da reichen unsere Töne nicht aus, um das umzusetzen, da müssen noch andere dazu kommen!“ Auch die Projektbetreuer Karin Benecke und Christoph Dane (IGS) sowie Dettmar Koch (Jugendkulturarbeit) finden es sehens- und hörenswert, „wie die Schüler ihre Eindrücke angesichts der engen Nachbarschaft von Tod und Leben in den Radierungen emotional in Sprache, Bewegung und Töne umsetzen“, so Benecke.
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