Großer Auftritt auf kurzen Beinen
Tierfreunde Teckelklub lädt zur Zuchtschau – Experte bewertet Anatomie und Fell
Zeigten sich von ihrer besten Seite: Teckel aller Art ließen sich bei der Zuchtschau am Sonntag von Herrchen und Frauchen über den Laufsteg führen. Zuchtrichter Dietrich Hollmann (hinten, links) begutachtete die Tiere. BILD: Lukas Lehmann 
von Patrick Buck
Oldenburg - Hoher Besuch auf kurzen Beinen: Mozart von der Schleppenburg tippelte am Sonntag mit kleinen Schritten über den Laufsteg. Wer von dem vermeintlichen Adelsspross trotz regelmäßiger Lektüre der Klatschblätter bisher nichts gehört hat, braucht sich nicht zu wundern. Mozart ist ein Hund, genauer gesagt ein Teckel.
Die Oldenburger Gruppe des Deutschen Teckelklubs (DTK) hat zur Zuchtschau ins Autohaus Brau am Hackenweg eingeladen. Neben Mozart sind noch 15 andere Vierbeiner mit ihren Frauchen und Herrchen dem Ruf gefolgt. Mal Kurzhaar, mal Langhaar, mal Rauhhaar, aber immer Teckel, die aber auch Dackel oder Dachshund genannt werden.
Rauhhaar Mozart hat gleich zwei Frauchen am andere Ende der Leine mitgebracht. Ines Wintermann und Tochter Saskia sind mit dem Familienhund aus Hude gekommen. „Aber ohne große Erwartungen, einfach nur aus Spaß“, sagt Ines Wintermann. Bereits zum zweiten Mal führen sie den Rüden dem Experten vor. Bei der Premiere hieß das Urteil für den noch ganz jungen Mozart: vielversprechend.
Inzwischen ist der Dackel 16 Monate alt. Heute muss er, geführt an der Leine, mehrere Runden vor den kundigen Augen von Zuchtrichter Dietrich Hollmann drehen. Der Experte schaut dabei auf die Anatomie und die Fellstruktur. „Vorbildliche Behaarung, kräftiger Bart, muskulärer Hals“, sind nur einige von vielen Stichworten, die Hollmann beim Anblick des Dackels einfallen.
Kleine Probleme gibt’s nur, als der Richter den Stand beurteilen will: Mozart versteht das Kommando von Ines Wintermann falsch und macht immer gleich Sitz. Das ändert trotzdem nichts an Hollmanns Urteil: „Der Hund bekommt ein ’vorzüglich’, Frauchen muss noch ein bisschen üben“, scherzt er. Höchstnote für Mozart und ein positiver Eintrag in die Ahnentafel. „Wir sind stolz auf ihn“, freut sich Ines Wintermann.
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