Fast jeder zweite IGS-Wunsch abgewiesen
schulen 645 Anmeldungen für 384 Plätze – Überhang vor allem bei Haupt- und Realschulempfehlungen
von Karsten Röhr
Oldenburg - Der Trend hält an: Vor allem bei Kindern mit Haupt- oder Realschulempfehlung übersteigt das IGS-Interesse die Zahl der Plätze deutlich. 645 Schüler meldeten sich für die 384 Plätze an den drei Gesamtschulen.
Die höchste Anmeldezahl weist erneut die IGS Helene-Lange-Schule auf, die 267 Viertklässler (Vorjahr 288) besuchen möchten – bei nur 114 Plätzen. 40 der nun aufgenommenen Schüler sind Geschwisterkinder, die laut Schulgesetz den Vorzug erhalten. IGS-Leiter Diedrich Smidt fühlt sich in der Arbeit der Schule „klar bestätigt“.
An der IGS Flötenteich haben sich 228 Schüler (Vorjahr 201) bei einer Zahl von 38 Geschwisterkindern für die 120 Plätze gemeldet. Die Zahl für die neue IGS Kreyenbrück liegt bei genau 150 Schülern für die 150 Plätze, so die Stadt.
Auch hier wird es aber einige Absagen geben. Denn alle Eltern konnten bei der Anmeldung an den anderen Gesamtschulen angeben, dass ihre Anmeldung bei einer Absage an die IGS Kreyenbrück weitergeleitet werden soll. 36 Kinder kamen auf diese Weise hinzu, so Jens Kazmirek, Leiter der Planungsgruppe der IGS Kreyenbrück.
Die Zu- und Absagen sollen am Sonnabend in der Post sein, so die Schulen.
Die Gesamtschulen müssen die Schüler nach ihrer tatsächlichen Leistungsverteilung in den Grundschulen aufnehmen. Dazu werden drei IGS-Leistungsgruppen gebildet, die den Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulempfehlungen sehr nahe kommen: In der Leistungsgruppe 1 (LG1) finden sich die Schüler mit einer Zeugnisnotensumme bis 9 (aus Deutsch, Englisch, Mathe und Sachunterricht), bis 13 in der LG2 und darüber in der LG3.
An der IGS Helene-Lange-Schule lag die Zahl der LG1-Anmeldungen bei 84 (Aufnahme 52), in der LG2 bei 141 (Aufnahme 42) und in der LG3 bei 42 (Aufnahme 20).
An der IGS Flötenteich landeten 60 Schüler in der LG1 (Aufnahme 54), 128 in der LG2 (Aufnahme 45) und 40 in der LG3 (Aufnahme 20).
An der neuen IGS Kreyenbrück lagen die Anmeldungen in der LG1 bei 20, in der LG2 bei 69 und in der LG3 bei 61 Schülern. Nach Hinzunahme der 36 weiteren Schüler sieht die Aufnahme so aus: LG1: 21, LG2: 87 und LG3: 42. „Das ist für den Start eine Mischung, mit der wir gut leben könnten“, so Kazmirek, „zumal es einige gibt, die nur knapp unter der LG1 liegen.“
Keine neuen Fünftklässler aufnehmen dürfen – wie berichtet – die Haupt- und die Realschule Kreyenbrück sowie die Realschule Hochheider Weg, die auslaufen müssen. Die übrigen Haupt- und Realschulen sollen enger als bisher kooperieren.
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