Bücher statt Tabak im Angebot
Wochenmärkte Warenpalette soll verändertem Einkaufsverhalten angepasst werden
Zu Pflanzen bald die passenden Bücher: Auf den Wochenmärkten (wie hier am hier Pferdemarkt BILD: Torsten von Reeken 
von Michael Exner
Oldenburg - Auf den Wochenmärkten der Stadt dürfen bald auch Bücher verkauft werden, aber keine Tabakwaren mehr. Das sind Kernpunkte der neuen Zulassungsverordnung, die einstimmig den Wirtschaftsförderausschuss passiert hat.
Die Neufassung der Verordnung von 1979 soll die Marktlage dem veränderten Einkaufsverhalten anpassen. Sie geht auf Gespräche mit den Marktkaufleuten zurück, hat aber wohl auch einen aktuellen Streitfall zum Hintergrund.
Vor einigen Monaten hatte der Betreiber eines Antiquariates einen Antrag auf Zulassung zum Pferdemarkt gestellt. Nach der Ablehnung durch die Verwaltung hatten sich die Grünen für den Mann eingesetzt. Die Stadt kündigte daraufhin im Verwaltungsausschuss eine Neufassung der Verordnung an, die die Zulassung aller Waren außerhalb frischer Lebensmittel regelt.
Die liegt nun vor. Dabei hat man den alten Punkt 1 „Tabakwaren“ ersatzlos gestrichen. Diese Artikel seien aus heutiger Sicht wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Verkauf frischer Lebensmittel nicht vereinbar.
Neu aufgenommen werden in die 13-Punkte-Liste Kunsthandwerk, Kleinwerkzeuge und eben Literatur. Die Initiatoren versprechen sich davon „eine Bereicherung des Marktes im Sinne eines Erlebnis-Shoppings“, wie es in der Begründung heißt.
Allerdings wollen Verwaltung wie Marktkaufleute die Wandlung der Wochenmärkte zu Flohmärkten verhindern. Darum soll die Literatur auf die Bereiche Garten, Kochen und Tierhaltung begrenzt werden – passend zum Angebot der Märkte.
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