OLDENBURG, 14. Juni 2010


Schüler machen Robotern Beine

Wettbewerb InTech-Cup an der Universität – Begeisterung für Technik


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Sehr zufrieden mit ihrem Auftritt beim Roboter-Cup: die Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasiums. BILD: Patrick Buck  Bild vergrößern

21 Mannschaften beteiligten sich. Im Vordergrund stand die Begeisterung fürs Tüfteln.

von Patrick Buck

Oldenburg - Sie wirkten zwar nicht so spektakulär wie ihre Vorbilder aus den Science-Fiction-Filmen, aber sie machten es genauso spannend: Kleine Roboter traten beim InTech-Cup am Sonnabend gegeneinander an, und mit ihnen ihre jungen Kon­strukteure. 60 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Weser-Ems-Raum waren in die Universität gekommen.

Informatik mit technischen Aspekten, kurz InTech, ist ein Modellversuch, bei dem Lehrer mit Fachdidaktikern der Uni Oldenburg Unterrichtseinheiten zur Heranführung der Schüler an technische Berufe gestalten. Ein Thema ist die Arbeit mit Robotern.

Dafür erhielten die Schüler einen Baukasten. Mit diesen Teilen sollten sie einen Roboter konstruieren, der am Ende einen vorher unbekannten Parcours mit verschiedenen Hindernissen möglichst schnell und ohne Hilfe durchfahren sollte. Beim InTech-Cup konnten nun alle ihre Fortschritte vergleichen.

„Gewinnen ist aber nicht das, was zählt“, sagte Prof. Dr. Ira Diethelm, Leiterin der Abteilung Informatik in der Bildung’ an der Uni. „Es geht darum, dass die Schüler sich messen und ihre Begeisterung teilen können.“

Aus Oldenburg sind AGO und Herbartgymnasium an dem Projekt beteiligt, letzteres nahm auch an dem Turnier teil. Vier Teams des Herbartgymnasiums traten mit ihren Robotern gegen 21 Mannschaften anderer Schulen an.

„Unser Roboter war wie ein Clown: Er hat nur verrückte Sachen gemacht“, resümierte die 13-jährige Jennifer. Für den zweiten Lauf war sie deshalb noch ein wenig am Tüfteln. Den hatte der 15-jährige Colin schon hinter sich: „Beim ersten Mal hat’s nicht so funktioniert. Der zweite Lauf war aber ganz gut.“ Am Ende lag das Gymnasium Quakenbrück vorn, das „Herbart“ wurde Vierter.

Egal ob Sieg oder Niederlage, die Neugier hat das Projekt bei den Schülern auf jeden Fall geweckt. „Ich wollte es einfach mal ausprobieren“, erzählte die zwölfjährige Frederike. „Und die Arbeit mit den Robotern hat mir sehr gefallen.“ Ein Erfolg auch für die Förderer aus der Wirtschaft: „Die Lust auf die Technik ist hier richtig greifbar“, freute sich Natascha Clasen von der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland, die neben dem Arbeitgeberverband Nordmetall das Projekt unterstützt.

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