Streifen sollen Verkehr entlasten
Schützenhofstraße Für Radfahrer markierte Bereiche auf Fahrbahn angebracht
Test-Streifen: Die weiß markierten Linien zeigen den Radfahrern, wo sie auf der Schützenhofstraße fahren dürfen. Um Platz zu schaffen, gibt es nun keine Linksabbiegespur zur Bremer Heerstraße (im Hintergrund). BILD: Thorsten Kuchta 
von Susanne Gloger
Osternburg - Die Stadt hat einen neuen Verkehrsversuch gestartet: An beiden Seiten der Schützenhofstraße wurden auf der Fahrbahn jeweils 1,50 Meter breite Streifen für Fahrradfahrer weiß markiert. Einzige Unterbrechung der Linien ist an Bushaltestellen.
Wie berichtet, möchte man so die schmalen Gehweg vom Radverkehr entlasten. Mehrfach wurde z.B. in der NWZ -Aktion „Sicherer Schulweg“ oder beim Besuch der Rollenden Redaktion kritisiert, dass sich Fußgänger und Radler hier oft ins Gehege kommen.
Eigentlich war ein kompletter Ausbau dieser Hauptverkehrsstraße vorgesehen. Da der aber einen längeren Vorlauf benötigt und weil wegen des schlechten Zustands der Fahrbahn nach der langen Frostperiode zügig gehandelt werden musste, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, nur die Straßendecke zu sanieren.
Eine für Oldenburger Verhältnisse überbreite Fahrbahn werde damit besser für alle Verkehrsarten genutzt, argumentierte die Verwaltung. Außerdem sei diese zeitnahe Lösung mit insgesamt 70 000 Euro auch kostengünstiger. Die Politik stimmte zu.
Die markierten Streifen können bei Bedarf (Begegnung zweier Busse) von größeren Fahrzeugen überfahren werden. Auf der gesamten Länge der Schützenhofstraße zwischen Bremer Straße und Autobahn/Landwehrstraße ist im Bereich der Streifen allerdings kein Parken mehr möglich. Das und den Wegfall der Linksabbiegespur in die Bremer Straße bewerte der Bürgerverein Osternburg als etwas kritisch, so Ernst August vom Arbeitskreis Stadtoldenburger Bürgervereine in der jüngsten Verkehrsausschusssitzung.
„Wir begrüßen die neue Regelung ohne Einschränkungen“, sagte Gernot Lucks vom Fahrradclub ADFC. „Das ist eine pragmatische Lösung für ein altes Problem dieser Straße“, urteilte Norbert Klostermann, Fachdienstleiter Verkehrskonzepte. Vergleiche mit der früheren Situation am Schützenweg seien nicht gut. „Da war der markierte Bereich nur eine Scheinlösung.“
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