Sommerschule macht fit in Ferien
Unterstützung Künftige Abiturienten des AGO helfen jungen Mitschülern
So macht Schule auch im Sommer Spaß: Künftige Abiturientinnen und Abiturienten und ein Teil ihrer Schüler aus den Klassen 5 bis 8 am Mittwoch in der AGO-Dependance an der Roonstraße BILD: Karsten Röhr 
von Karsten Röhr
Oldenburg - Das Alte Gymnasium hat in diesem Jahr zum ersten Mal eine zweiwöchige Sommerschule in den Ferien angeboten. Das Motto: Schüler helfen Schülern.
Vom 19. bis zum 30. Juli nutzen 24 Fünft- bis Achtklässler das Vormittagsangebot, „um für das nächste Schuljahr in dem einen oder anderen Fach besser gerüstet zu sein“, sagt Schulleiter Jürgen Herold. Die Idee wurde vom Schulvorstand an Gymnasien in Süddeutschland entdeckt und übernommen. Gemacht wird es von Schülerinnen und Schülern des AGO, die direkt vor dem Abi stehen. Vermittelt wurden sie über die Schülervertretung.
Gelernt wird vormittags pro gewähltem Fach eine Doppelstunde in Gruppen von ein bis vier Schülern. Wählbar sind bis zu zwei Fächer – aus Mathe, Französisch, Spanisch, Englisch und Latein. Jeder Schüler bringt pro Doppelstunde 10 Euro mit, die „Lehrer“ bekommen 20 Euro für die Doppelstunde.
Die Teilnehmer sind begeistert. Felipe aus der achten Klasse sagt: „Ich mache das, um noch etwas nachzuholen und um besser wieder in den Schulrhythmus zu kommen. Das hat sich gelohnt, unser Lehrer hier erklärt das super.“
Lehrer ist der 17-jährige Mario Debiec, nach Angaben der Schulleitung ein absolutes Sprach-Ass. Er sagt: „Ich wollte sowieso nicht wegfahren, da habe ich gedacht, da kann ich auch ein paar Schülern helfen.“ Die Schüler seien motiviert und könnten sich wünschen, was sie wiederholen wollten. Julius aus der achten Klasse sagt: „Sonst ist man mit 31 in der Klasse und hier zu zweit, da kann man einfach besser lernen.“
Auch Madita Schlösser (18) unterrichtet mit. Sie sagt: „Mathe macht mir viel Spaß, und als Schüler kann man Schüler manchmal besser verstehen und ihnen das entsprechend erklären.“ Maik (13) lernt bei Madita. Er sagt: „Das hat mir sehr gut gefallen, ich gehe jetzt mit einem viel besseren Gefühl in die nächsten Mathestunden. Prozentrechnung, Brüche, das hat mir alles was gebracht.“ Auch Sina (13) ist in Maditas Gruppe. Sie sagt: „Sie erklärt das klasse. So verstehe ich das auch.“ Mutter Christiane Mühl holt ihren Sohn nach der Doppelstunde ab. Sie sagt: „Mein Sohn ist total gerne hierher gegangen, mit Lust und Elan, vielleicht auch, weil die Schüler das so spielerisch machen.“ Schulleiter Jürgen Herold ist ebenfalls überzeugt. Er sagt: „Ich würde sehr empfehlen, dass wir das wieder anbieten.“
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