OLDENBURG, 9. August 2010


Bahn stellt Weichen auf Einigung mit Stadt

Streckenausbau Übergang Alexanderstraße soll beseitigt werden – Lärmschutz-Gutachten in Arbeit


Staatssekretär Thomas Kossendey hat beim Bahnchef nachgehakt. Noch nicht geklärt ist die Frage der Baukosten an der Alexanderstraße.

von Jasper Rittner

Oldenburg - Die Bahn zeigt positive Signale. Zumindest im Hinblick auf das Thema Bahnübergang Alexanderstraße steuert das Unternehmen auf eine Einigung mit der Stadt zu. Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU) hatte sich schriftlich für die Oldenburger Belange bei Bahnchef Rüdiger Grube eingesetzt.

Und der bestätigte: „Zwischen Stadt und DB-Netz besteht Einigkeit darüber, welche Planungsvariante weiter verfolgt werden soll, nämlich die Anhebung der Bahn bei gleichzeitig geringer Absenkung der Straße.“ Aber: Noch ist die Finanzierung nicht geklärt. Grube rechnet damit, dass bis zum Jahreswechsel eine Vereinbarung mit dem Bund getroffen werden kann.

Dann könnten alle Zeitpläne eingehalten werden – das Planfeststellungsverfahren bis Mitte 2011 und die Inbetriebnahme der zweigleisig ausgebauten Strecke bis Ende 2012.

Beim Lärmschutz gibt es nach wie vor eine große Verunsicherung bei den Anwohnern, so Kossendey. Immerhin arbeitet die Bahn derzeit an einer Lärmuntersuchung. Laut Grube solle die für die Strecke Oldenburg-Bremen im Laufe des kommenden Jahres vorliegen. Erst dann könne die Bahn sagen, wo an der Strecke Lärmschutzwände installiert, wo Lärmschutzfenster eingebaut würden.

„Bahnchef Grube hat auch zugesagt, dass die Ergebnisse in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt werden können“, sagt Kossendey. Er mahnt aber auch, dass Stadt, Land und Bund weiter Druck machen, „damit alle Planungen eingehalten werden“.

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