Brrr-Wetter macht Heizungsbauern Arbeit
Handwerk Viele Anlagen springen nach dem Sommer nicht mehr an
Viel zu tun: Weil Heizungen nicht wie gewünscht funktionieren, ist die Arbeit der Installateure derzeit gefragt. BILD: dpa 
von Rainer Dehmer
Oldenburg - Eigentlich ist der Winter noch weit, trotzdem frieren schon viele Menschen. Die niedrigen Temperaturen lassen vermuten, dass sich der Sommer verabschiedet hat. In etlichen Haushalten wird bereits geheizt. Leider bringt die Heizung nicht überall die ersehnte wohlige Wärme. Dafür bescheren die kalten Wohnungen den Heizungsbaufirmen derzeit zahlreiche Auftrage. „Wir haben gut zu tun“, bestätigten die Betriebe bei einer Umfrage der NWZ.
Pumpe sitzt fest
Seit Ende vergangener Woche melden sich vermehrt Hausbesitzer, weil Heizungen nicht warm werden. „Es geht jetzt los mit den Anfragen. Das erleben wir in jedem Jahr“, berichtet Michael Heintze, Chef des gleichnamigen Betriebs in Ofenerdiek. Nicht selten sei ein Festsitzen der Heizungspumpe die Ursache des Problems. „Das kann immer mal passieren. Oftmals hätte das Malheur durch die Wartung verhindert werden können. Doch leider lassen nicht alle Leute ihre Anlagen regelmäßig warten“, weiß Heintze aus Erfahrung. Er empfiehlt: Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt eine Heizung ausprobieren und alle Ventile aufdrehen. „Dann kommt später nicht die Überraschung.“
Von festsitzenden Pumpen seien zumeist ältere Heizungen betroffen, berichtet Andre Henken, dessen Betrieb sich in Bloherfelde befindet. „Dass die abgeschaltete Pumpe alleine nicht mehr in Gang kommt, passiert von Jahr zu Jahr weniger.“ Die neuen Heizungen seien das ganze Jahr über im Warmwasser-Betrieb. Da tauche das Problem nicht mehr auf.
Viel Elektronik
Dass die Heizung trotzdem nicht funktioniert, liegt laut Henken daran, dass sich die Hausbesitzer nicht mit ihrer Anlage auskennen. „Die Geräte bestehen aus viel Elektronik – und nicht jeder hat Lust und Zeit, sich damit zu beschäftigen“, sagt Henken. Meistens genüge es, die Regelung der Heizung neu einzustellen. „In den Übergangsphasen gibt es schon mal Probleme. Jedes Gebäude reagiert schließlich anders. Es kommt beispielsweise darauf an, wie gut das Haus isoliert und wie alt es ist. Auch die Heizkörpergröße spielt eine Rolle.“ Möglicherweise, so der Experte, müssen nur die Schaltzeiten neu eingestellt werden.
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