Frauen-Kicker im Rampenlicht
Ausstellung Geschichte des Mädchenfußballs in der Stadt
Buntes Treiben an der Rennplatzstraße: Hier kickten bei einem Turnier im Juni 250 Grundschülerinnen. BILD: Herrnberger 
Oldenburg - Auf Spurensuche zum Thema Frauenfußball: Wann wurde hier in der Stadt zum ersten Mal von Frauen und Mädchen gekickt? Das und vieles mehr interessiert die Macherinnen einer Ausstellung, die die Geschichte des Frauenfußballs in Oldenburg zeigen soll. Geplant wird sie gemeinsam vom Frauenbüro der Stadt und der Landesbibliothek. Zu sehen sein wird sie im Weltmeisterschaftsjahr 2011.
Zeitzeuginnen gesucht
Gesucht werden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie alle Informationen, Geschichten und Gegenstände für die Schau, die in der Landesbibliothek gezeigt wird. „Eine Ausstellung lebt durch Objekte und Fotos. Zeitzeuginnen, die zum Beispiel Trikots von damals besitzen oder Fotos vom Spiel, dem Randgeschehen und jubelnden Fans oder andere Dinge, die sie mit ihrem Fußballspiel verbindet“, so erklärt Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Ehrhardt. An diesem Donnerstag hat das Frauenbüro in der Zeit von 16.30 bis 18.30 Uhr für alles rund um das Thema Fußball die Telefonnummer 235 21 35 freigeschaltet. Auch am Freitag von 10 bis 13 Uhr kann diese Nummer angerufen werden.
Hintergrund der Ausstellung ist auch das Fußballverbot für Frauen und Mädchen des Deutschen Fußballbundes (DFB) in den Jahren 1955 bis 1970. Danach allerdings ließen sich Mädchen und Frauen nicht mehr verwehren, Fußball zu spielen. Noch einmal verstärkt wurde der Trend durch das Spiel der A- Nationalmannschaft der Frauen im Marschwegstadion im Jahr 2004.
„In den Vorgesprächen haben wir schon viel erfahren, wie es war in Oldenburg, als Mädchen anfingen nach dem Ball zu treten“, sagt Kornelia Ehrhardt. „Ich denke aber, es gibt noch sehr viel mehr interessante, spannende, vielleicht auch humorvolle Geschichten rund um den Frauenfußball. Besonders interessiert mich, ob tatsächlich bis 1970 in Oldenburg keine Frau Fußball gespielt hat.“
Erste Mannschaften
Eine der ersten Mannschaften in Oldenburg waren die Mädchen vom Post SV. Auch sie werden in der Ausstellung gewiss zu Ehren kommen – und viele, viele mehr. Gab es besondere Spiele oder kampfstarke Mannschaften? Wer waren die engagierten Unterstützerinnen und Unterstützer des Mädchen- und Frauenfußballs in der Stadt Oldenburg? Gibt es Geschichten oder Mythen, die heute noch gern erzählt werden? Gibt es Paare, die sich über den Fußball gefunden haben?
Wer an diesem Donnerstag oder Freitag keine Zeit zum Telefonieren hat, kann sich auch sonst an das Frauenbüro wenden oder mailen an frauenbuero@stadt-oldenburg.de oder per Post (Stau 73, 26105 Oldenburg).
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