Leichtathleten laufen ohne Bahn ins Leere
Sport Stadionsanierung unverzichtbar
Oldenburg - Eine verzögerte Sanierung des Marschwegstadions hätte verheerende Folgen für die Leichtathletik in Oldenburg. Mit dieser Einschätzung reagierte Jörg Reckemeier, Sprecher des Leichtathletik-Kreises Oldenburg auf die Pläne der Verwaltung, die für 2011 geplante Sanierung der Laufbahn um mindestens vier Jahre zu verschieben (NWZ berichtete).
Reckemeier erläutert, dass Leichtathletik-Vereine mangels Sponsoren Veranstaltungen ausrichten müssen, um mit den Startgeldern anderer Klubs eigene Starts der Mitglieder, Trainingslager oder Kinderfreizeiten finanzieren zu können. Eigene Veranstaltungen aber entfielen im Marschwegstadion bereits seit Jahren. Ein Verein sei mit seinem Schülersportfest nach Großenkneten ausgewichen, Trainer nach Westerstede oder Delmenhorst. Viele Kinder und Jugendliche, die seit drei, vier Jahren trainieren, seien noch kein einziges Mal in Oldenburg gestartet.
Der Schaden für die Stadt gehe aber über den Sport hinaus. Dass seit Jahren keine Großveranstaltungen wie Meisterschaften auf Niedersachsen-, Norddeutschland- oder Deutschlandebene stattfinden, treffe u.a. auch die Gastronomie. Bei der letzten Deutschen Senioren-Meisterschaft waren etwa 1200 Aktive in der Stadt. „Mit Gästen“, so Reckemeier, „waren 2000 Menschen drei Tage in Oldenburg.“ All das bleibe ohne neue Laufbahn nur eine schöne Erinnerung.
Was die Sportler schmerze, sei Bedeutungsverlust trotz toller Leistungen. Oldenburg sei vom Landesverband wegen der Erfolge zum „Leichtathletik-Stützpunkt“ ernannt worden, erhält so finanzielle Förderung für qualifiziertes, vereinsübergreifendes Training. Ohne leistungsfähige Anlagen „wären wir den Status wohl bald wieder los“.
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