Stadt soll Lärmschutz für Bahn zahlen
Planung 710 000 Euro Kosten
Oldenburg - Der Bebauungsplan für das westliche Haareneschviertel ist so weit vorbereitet, dass das Verfahren bis hin zur politischen Abstimmung starten kann. Hauptziele sind u.a., die Wohnnutzung in den Häusern dieses Viertels zu stärken und dem Bedürfnis der Anwohner nach Ruhe gerecht zu werden. Letzteres aber ist nicht gratis zu haben.
Darauf weist das Stadtplanungsamt in seinem Bericht für den Bauausschuss (Donnerstag, 3. Februar, 17 Uhr im Technischen Rathaus) hin. Mit mindestens 710 000 Euro Ausgaben müsse die Stadt vielmehr rechnen, um auf eigene Rechnung eine 370 Meter lange Lärmschutzwand an den Bahngleisen am Rande des Haareneschviertels hochzuziehen. Es sei nämlich sehr fraglich, ob das Eisenbahnbundesamt bei künftig steigenden Zugbelastungen (und damit steigendem Lärm) die Bahnstrecke Oldenburg-Leer in ein Sanierungsprogramm aufnehmen werde. Und auch die Umlegung der Kosten auf die betroffenen Anlieger sei – Ergebnis einer internen Prüfung – nicht möglich. Folge: Die Stadt wäre „verpflichtet, gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse für das Bebauungsplangebiet zu gewährleisten“.
Grundlage der unerwarteten neuen Kostenstelle für die Stadt sind die Ergebnisse des schalltechnischen Gutachtens für diesen Teil des Haareneschviertels. Während der Prognose zufolge der Autoverkehr moderat steigen wird, ist bei der wahrscheinlichen Steigerung des Zugverkehrs zu befürchten, dass großflächige Gebiete an der Trasse Oldenburg-Leer „für Wohnnutzungen nicht mehr geeignet wären“, meint das Planungsamt. Einziger Ausweg: Man errichtet eine Lärmschutzwand.
Ansonsten verfolgt der Bebauungsplan die seit zwei Jahren von vielen Anwohnern geforderten Ziele: Erhalt der typischen Einzelhausbebauung, Erhalt der charakteristischen Grünbereiche in Vorgärten und im Inneren der Grundstücke und anderes.
Aktuelle Informationen zum Bahnlärm in Oldenburg finden Sie in unserem NWZ-Spezial.
- Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein Schock. Nichts ist danach mehr so, wie es war. Weder für die Erkrankten, noch für deren Familien. Spricht man mit Krebspatienten, erinnern sie sich an die Details jener Situation, als sie die Diagnose hörten.mehr
- Der Archivar des Oldenburger Turnerbundes (OTB) hat derzeit viel zu tun. Matthias Schachtschneider überarbeitet das Archiv des OTB. Es ist das größte und inhaltsreichste Archiv aller Oldenburger Turn- und Sportvereine.mehr
- Der englische Titel von „Verschwunden“, das jetzt im Staatstheater Premiere feiert, heißt „Missing (Looking for Grethel)“. Und schon ahnt man, welches Märchen der britische Autor Charles Way, Jahrgang 1955, zur Grundlage seiner Arbeit genommen hat.mehr
- Viele Bahnanlieger in Oldenburg können auf Lärmschutz schon im kommenden Jahr hoffen. Nach der Stadt will auch die GSG dem Vergleichsangebot der Bahn zustimmen. Und die privaten Kläger sowie die Initiativen IBO und LiVe teilten am Donnerstag mit: „Wir sind grundsätzlich vergleichsbereit“, so IBO-Vorsitzender Christian Röhlig.mehr
- Der Archivar des Oldenburger Turnerbundes (OTB) hat derzeit viel zu tun. Matthias Schachtschneider überarbeitet das Archiv des OTB. Es ist das größte und inhaltsreichste Archiv aller Oldenburger Turn- und Sportvereine.mehr


