Kinderhilfe sucht Gasteltern
Tschernobyl Vier Wochen Erholung mit Programm
Tolle Geschenke: Ingrid Meyer (hinten links) wird immer von der AWo-Kleiderkammer „Sterntaler“ unterstützt. Hier dürften sich die Kinder etwas aussuchen. BILD: Archiv/AWo 
Eversten - 25 Jahre sind seit der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vergangen. „Doch noch immer sterben die Menschen an den Folgen“, sagt Ingrid Meyer, Vorsitzende der Tschernobyl-Kinderhilfe Oldenburg. Die ukrainischen Behörden schätzen die Zahl der Opfer in der Ukraine, Weißrussland und Russland auf insgesamt fünf Millionen. Ingrid Meyer: „Ein Großteil der Menschen leben immer noch oder auch wieder in den verseuchten Gebieten. Da sie Selbstversorger sind, heißt das, dass alles, was auf ihrem Land wächst, verstrahlt ist. Der Lohn und die Rente sind so klein, dass sie auf Selbstversorgung angewiesen sind.“
Seit Jahren lädt die Tschernobyl-Kinderhilfe deshalb Kinder aus dem verstrahlten Gebiet für je vier Wochen zu einem Erholungsaufenthalt ein. „Damit das Immunsystem gestärkt wird durch unverstrahlte Nahrung und auch durch unverstrahlte Luft. Diese Maßnahme hält laut Statistik etwa sechs bis acht Monate an“, so Ingrid Meyer, die für ihr Engagement im Jahr 2008 zur „Oldenburgerin des Jahres“ gewählt wurde.
Vom 18. Juli bis zum 16. August wird wieder eine Gruppe aus Weißrussland nach Oldenburg kommen. Und für sie sucht die Kinderhilfe noch Gasteltern. „Wir vermitteln am liebsten immer zwei Kinder in eine Familie, damit das Kind sich unterhalten und spielen kann. Auch haben sie nach unserer Erfahrung dann nicht so schnell Heimweh. Wir suchen auch Sponsoren, die vielleicht ein Picknick oder etwas anderes organisieren“, appelliert Ingrid Meyer. Wer helfen möchte kann sich bei ihr unter Tel. 509 87 90 oder bei Jürgen Kuhne unter Tel. 5 13 93 melden.
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