OLDENBURG, 27. September 2011


Bergab startet es sich gleich viel leichter

Erstes Auto Günter Franke ließ seinen R4 zum Anfahren gerne rollen – Schiebedach als Ladehilfe


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Große Klappe, nicht immer zuverlässige Technik: Günter Franke mit Freundin, Mutter und Großvater vor einem Startversuch in den 70er Jahren. BILD: Günter Franke  Bild vergrößern

Der Oldenburger fuhr den Renault-Klassiker gut drei Jahre. Nur die Ente konnte er mit dem eher gemütlichen Gefährt überholen.

von Sven Mertinkat

Oldenburg - Für Günter Franke steht fest: Sein Renault R4 war eins der schönsten Autos, die er gefahren ist – und zudem noch sein erstes.

Mit 21 Jahren hat sich der Oldenburger seinen „Entenjäger“, wie er das Fahrzeug liebevoll nennt, zugelegt – 1970. „Mit seinen 95 Kilometern pro Stunde in der Spitze war der R4 zehn km/h schneller als die Ente. Das einzige Auto, das man überholen konnte“, erzählt der 62-Jährige.

Ansonsten ist er Anfang der 1970er-Jahre Stammgast auf der rechten Spur gewesen. Doch das war nicht der einzige Entscheidungsgrund für den R4.

„Im Gegensatz zur Ente sah der R4 für mich einfach mehr nach Auto aus, ohne die ganzen Rundungen“, erinnert sich Franke.

Für 3500 Mark hatte er damals den R4 erworben, drei Jahre später verkaufte er den Wagen wieder – „weil ich einen Dienstwagen bekam“. Das bereut er zwar nicht, sagt aber: „Noch einmal in so einem Auto eine Spritztour machen, das wäre eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, dass sich noch einmal die Gelegenheit ergibt.“

Dann soll es aber möglichst ohne die bekannten Probleme des Entenjägers vonstattengehen: „Es kam oft vor, dass der Wagen nicht ansprang, dann mussten wir anschieben.“

Auf einer Urlaubstour 1971 an den Rhein konnte er darauf allerdings verzichten. Vorausschauend stellte Franke das Auto hangabwärts ab. Und wenn es losgehen sollte, dann rollte er einfach los: „Bis ich einmal zugeparkt wurde, dann musste ich den R4 erstmal rückwärts den Hang hochschieben, damit es keinen Unfall gibt.“

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Neben Ausflügen in der Freizeit war der kleine Wagen mit der großen Heckklappe auch für einig Umzüge und andere Lastenfortbewegungen gut. „Durch das Schiebedach war ich sogar in der Lage, eine drei Meter lange Gardinenleiste zu transportieren“, lacht Franke.

Allerdings schütze das Dach nicht vor dem Qualm von Zigarren, erinnert sich der 62-Jährige. „Ich und meine damalige Freundin sind öfter mit meinem Großvater gefahren. Der rauchte Zigarre. Wir mussten immer mal wieder anhalten, um den Qualm aus dem Innenraum zu lassen.“






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