Aus der Nische auf große Bühne
Festival Neuntes „Jazz en bloc“ ab 4. Oktober – Belgier Philip Catherine Stargast
Raus aus der Ecke: Der belgische Ausnahme-Gitarrist Philip Catherine ist einer der großen Namen beim diesjährigen „Jazz en bloc“-Festival. Er tritt am 9. Oktober im Kulturzentrum PFL auf. BILD: Band 
von Klaus Fricke
Oldenburg - Oldenburg und Jazz – das passt zusammen. Die großen Tourneen machen regelmäßig an der Hunte Halt, und auch die hiesige Szene wächst und gedeiht, bei gestandenen Musikern ebenso wie beim Nachwuchs. Ein Grund für das große Interesse am Jazz, der im breiten Spektrum der Musik nicht unbedingt in der Mittellage steht, dürfte bei „Jazz en bloc“ zu suchen sein.
Seit nunmehr neun Jahren gelingt es der Jazzmusiker-Initiative Oldenburg (JMO), dieses Festival auf die Beine zu stellen. Persönliche Beziehungen, ein inzwischen guter Ruf und viel ehrenamtliche Arbeit sorgten dafür, dass große und größte Namen der Branche den Weg nach Oldenburg fanden. Bei „jazz en bloc 2011“ von Dienstag, 4. Oktober, bis Sonntag, 9. Oktober, wird das nicht anders sein.
Wie üblich steht das Festival ganz im Zeichen internationaler Partnerschaften. „Dies unterstreicht auf eindrucksvolle Weise die zukunftsorientierte Arbeit der JMO. Die internationale Vernetzung der renommierten Jazzszene Oldenburgs hat für den Nordwesten schon seit langem Vorbildcharakter“, betont die Initiative. Diesmal sind Musiker aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Estland, den USA, Brasilien, Argentinien, Japan und Südkorea dabei.
Einer der Höhepunkte eröffnet sogar das Festival. Der renommierte Tuba- und Serpentspieler Michel Godard gibt im „Wilhelm 13“ zusammen mit Susanne Paul (Cello) und Gerhard Böhm (Percussion) ein Konzert mit einer Mixtur aus Weltmusik, Jazz und Alter Musik.
Überragend ist zudem der Abschluss von „Jazz en bloc“: Ausnahmegitarrist Philip Catherine aus Belgien tritt am Sonntag, 9. Oktober, gemeinsam mit der Nordwest Big Band im PFL auf. Der Belgier, der schon mit Jazzstars wie Dexter Gordon oder Chet Baker aufgetreten und längst selbst ein umjubelter Musiker ist, spielt einige seiner Kompositionen, die extra für dieses einmalige Projekt neu arrangiert wurden.
Dazwischen gibt es jeden Tag zwei bis drei Konzerte im „Wilhelm 13“, im PFL und auch in der Forumskirche St. Peter, wo die Sängerin Maria de Fatima mit dem Pianisten Sebastian Altekamp kammermusikalischen Jazz auf höchstem Niveau vorstellt. Anschließend stellt „Jazz ’n’ Spirit“ Bearbeitungen alter Choräle vor.
Für Abwechslung ist bei „Jazz en bloc“ gesorgt.
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