Weitere Förderung vom Bund bewilligt
Mehrgenerationenhaus Einrichtung ins Aktionsprogramm II aufgenommen – Neue Schwerpunkte
Das Mehrgenerationenhaus: Es ist ein Treffpunkt und ein Lernort für Groß und Klein. BILD: Mehrgenerationenhaus 
von Susanne Gloger
Osternburg - Viel Arbeit wird seit Jahren im Mehrgenerationenhaus (MGH) Oldenburg, Cloppenburger Straße 9, geleistet, und in Zukunft kommt auf die Einrichtung der Kirchengemeinde Osternburg noch mehr zu. Dennoch kann die Leiterin Christiane Kern den Alltag (vorerst) etwas entspannter angehen. Denn das MGH wurde in das Aktionsprogramm II des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgenommen.
„Damit wird die gute Arbeit gewürdigt. Meine Gespräche mit den zuständigen Kollegen in Berlin haben mir gezeigt, dass man die Einrichtungen bei uns vor Ort schätzt und darauf Wert legt, dass die gute Arbeit fortgesetzt wird“, reagierte der Parlamentarische Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Kossendey auf die Mitteilung des Ministeriums. Die Oldenburger FDP-Bundestagsabgeordnete Christiane Ratjen-Damerau übermittelte am Mittwoch, sie sei hocherfreut über die Entscheidung. Sie halte das MGH Oldenburg für ein zukunftsweisendes Projekt – gerade auch im Hinblick auf den demografischen Wandel.
Wie berichtet, war die Förderung des Hauses durch den Bund in diesem Jahr ausgelaufen. Fünf Jahre lang hatte es je einen Zuschuss von 40 000 Euro gegeben. Das neue Programm sieht eine Bundes-Förderung von jährlich 30 000 Euro (2012 bis 2014) vor – unter der Voraussetzung, dass Kommune/Land 10 000 Euro dazugeben. Und da die Stadt Oldenburg und das Land Niedersachsen zugesagt hatten, sich mit je 5000 Euro zu beteiligen, „konnten wir uns bewerben“, erzählt Christiane Kern.
450 MGH wurden in das Aktionsprogramm II aufgenommen. Ihm liegt ein Konzept zugrunde, dass auf den Erfahrungen aufbaut und vier neue Schwerpunkte hinzufügt. 1. Alter und Pflege: Mit den vielen Ehrenamtlichen will Kern (sie ist die einzige Angestellte) zum Beispiel die Beratung von Senioren und Angehörigen ausbauen. Und ihr liegt die Demenzschulung von Jugendlichen am Herzen. „Viele sind von der Demenzerkrankung ihrer Großeltern betroffen“ weiß sie. Da möchte sie aufklären. „Und vielleicht ist das für einige ja auch ein Berufsfeld.“
2. Angebot und Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen: Hier soll der Nachbarschaftsdienst auch auf Familien (nicht nur Senioren) ausgeweitet werden. 3. Integration und Bildung: Dazu zählen Sprach- und PC-Kurse. Nur: Die Computer des Hauses wurden bei einem Einbruch gestohlen. 4. Freiwilliges Engagement: Hier soll die Schulung von Betreuern für Demenzerkrankte ausgebaut werden.
Das MGH beteiligt sich auch an einer Vermittlungsdatenbank, auf der Angebote und Gesuche in sozialen Bereichen gesammelt werden (www.mehrgenerationenservice.de).
Es gibt also noch viel zu tun. Ehrenamtliche sind immer gesucht.
@http://www.mehrgenerationenhaus-oldenburg.de
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