Bewohner haben viele Pläne
Gertrudenheim Umgestaltung der Außenanlage – Mehr eingebunden in Stadtteil
Präsentierten stolz ihre Ergebnisse: Die Teilnehmer der Planungswerkstatt zeigten die Zeichnungen von den einzelnen Bereichen, die umgestaltet werden sollen. BILD: Susanne Gloger 
von Susanne Gloger
Bürgerfelde - Das Gertrudenheim will seinen Bewohnern Schutz geben, sich in Zukunft aber auch verstärkt den Bürgern des Stadtteils öffnen. 154 Menschen zwischen 18 und knapp 90 Jahren mit geistiger Behinderung werden in dem Heim an der Friesenstraße 27 betreut. Träger der Einrichtung ist der Bezirksverband Oldenburg (BVO).
Vielfalt in Gemeinschaft: So hieß das Motto, unter dem sich in dieser Woche 20 Teilnehmer (Bewohner, Mitarbeiter, Heimleitung) einer Planungswerkstatt Gedanken darüber gemacht haben, wie man die Außenanlage so umgestalten kann, dass sie verkehrssicherer, schöner und für viele auf vielfältige Weise nutzbar sind. Unterstützt wurde die Gruppe von Fachleuten: Sonja Hörster (Landschaftsarchitektin) und Jascha Rohr (Soziologe/Philosoph) vom Institut für Partizipatives Gestalten (IPG), Huntlosen. Am Freitag stellten sie ihr Konzept vor. Und Sonja Hörster sagte gleich vorweg: „Auf diese Ergebnisse wären wir allein nicht gekommen.“
Nach einer Bestandsaufnahme des etwa 22 000 Quadratmeter großen Geländes mit vier Wohnhäusern, Mehrzweckgebäude mit Sporthalle sowie Werkstatt- und Beschäftigungsbereich wurde in einem Entwurf dargestellt, was verbessert und umgestaltet werden müsste. Wichtig bei allen Ideen ist die Nutzungsmöglichkeit auch für die Öffentlichkeit.
So sind zum Beispiel vorgesehen: ein Grillplatz, ein Wegerundlauf, ein Schrebergarten, eine Begegnungsstation mit den Heimtieren (Ziegen, Hasen, Kaninchen), ein Rondell mit Sommercafé im Eingangsbereich, ein Backhaus und ein Bewegungsparcours. Auch einen geschützten Demenzgarten soll es geben. Es gibt Überlegungen, Studierende im Heim wohnen und helfen zu lassen, Senioren des Stadtteils Bürgerfelde Freizeitmöglichkeiten anzubieten, in Gemeinschaft zu gärtnern sowie sich Pfadfindern, Jugendgruppen, Kindergärten und Schulgruppen zu öffnen.
Die IPG-Fachleute werden aus diesen Ideen nun einen Masterplan erstellen. Wann der verwirklicht wird, ist unklar. Es sei grundsätzlich sinnvoll, ein Konzept für das große Ganze zu haben, betonte die stellvertretende BVO-Geschäftsführerin Karin Harms. „Umgesetzt wird es in kleinen Schritten.“
Eines verkündete Heimleiter Hans-Gerd Kohring aber schon: „Im nächsten Jahr wird das Heim 125 Jahre alt, und dann soll der Bewegungsparcours fertig sein. Dafür wurden Fördermittel bewilligt.“
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