OLDENBURG, 17. Dezember 2011


Oldenburger Team rettet Babys in Eritrea

Entwicklungshilfe Projektteam hilft beim Aufbau von Neugeborenen-Station


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Mechthild Schulze Becking (Mitte), Oberärztin in der Kinderklinik Oldenburg, zeigt, wie ein Neugeborenes reanimiert wird. Die Puppe zur Ausbildung der Schwestern haben die Oldenburger selbst mitgebracht. BILD: Sandra Binkenstein  Bild vergrößern

Die Räume sind vorhanden. Was fehlt sind Ausrüstung und medizinisches Know-How.

von Sandra Binkenstein

Oldenburg - In ganz Eritrea gibt es nur vier Kinderärzte. Das berichtet Stefan Brückner. Er hat einen von ihnen kennen gelernt, als er Anfang Dezember zusammen mit fünf weiteren Oldenburgern in dem ostafrikanischem Land war. In der Provinzstadt Mendefera wollen die Helfer eine Neugeborenenstation aufbauen.

Angefangen hatte alles mit dem Verein „Archemed – Ärzte helfen Kindern in Not“. Unter dem Dach des Vereins sind deutschlandweit selbst organisierte Gruppen in Eritrea im Einsatz. Jetzt sind auch die Oldenburger dabei. Insgesamt zwölf Ärzte, Schwestern und Unterstützer der Kinderklinik Oldenburg haben sich das Ziel gesetzt, in einer kleinen Stadt die Neugeborenensterblichkeit zu verringern.

Vom 28. November bis zum 6. Dezember waren sechs Teammitglieder aus Oldenburg in Ostafrika. Lena Bremer, Karin Siering, Katrin Janßen, Stefan Brückner, Mechthild Schulze Becking und Sebastian Haak haben vor Ort mit der Projektarbeit begonnen.

Und es gibt viel zu tun. Ein Gebäude steht bereits, 2006 hatten Chinesen eine Klinik in Mendefera errichtet. Die Räume sind also vorhanden, Ausstattung, Stromversorgung und Ausbildung der Klinikmitarbeiter seien aber denkbar schlecht, berichtet Brückner. Der Diplomingenieur erzählt von Stromausfällen, Dieselmangel und verrotteten Sanitäranlagen. Also habe das sechsköpfige Team die Räume gestrichen, Waschbecken und Toiletten instand gesetzt und fehlende medizinische Geräte mitgebracht.

Neben der Ausstattung steht die Schulung der Klinikmitarbeiter im Vordergrund des Projektes. Brückner berichtet von einem Morgen, an dem es unmöglich gewesen sei, die Temperatur eines Neugeborenen zu messen, weil es so unterkühlt war, dass der Messbereich des Thermometers nicht erreicht war. „Dort ist es nicht üblich, die Kinder in einem solchen Fall an der Brust der Mutter oder in der Sonne zu wärmen“, beschreibt die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Lena Bremer. Im März wollen die Helfer wieder nach Eritrea fliegen.

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  abend: http://um20.15UhrinderZDF-Gala„EinHerzfürKinder“   @ Kontakt zur Oldenburger Gruppe http://projektteam.mendefera@googlemail.com @ Mehr zu den einzelnen Projekten:http://www.archemed.org




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