OLDENBURG, 12. Januar 2012


Neuer Bahnübergang erst 2018?

Verkehr Vier Meter hohe Lärmschutzwand an Alexanderstraße vorgesehen


Bild

Verkehrshindernis: Der Bahnübergang Alexanderstraße ist bereits jetzt sehr oft geschlossen. BILD: Torsten von Reeken  Bild vergrößern

Die FDP informierte sich über den Stand der Planung. Die Elektrifizierung hängt am neuen Bahnübergang.

von Klaus Fricke

Oldenburg - Alles, was in den nächsten Jahren an der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven geschieht, hängt direkt mit der Beseitigung des ebenerdigen Bahnübergangs Alexanderstraße zusammen. Diese Ansicht vertrat Ulrich Bischoping, Bahn-Konzernbevollmächtigter für Bremen und Niedersachsen, bei einem Gespräch am Mittwoch mit der Bundestagsabgeordneten Christiane Ratjen-Damerau (FDP) und Vertretern der Umlandgemeinden Oldenburgs.

Bischoping nannte die Entscheidung der Stadt gegen eine Unterführung an der Alexanderstraße und für eine Dammlösung „falsch, aber wir werden nun damit arbeiten“. Die Bahn AG rechne mit der Verwirklichung des „komplizierten und anspruchsvollen“ Bauwerks, das die Gleise auf einem 1,3 Kilometer langen Damm über die Straße (abgesenkt um 50 Zentimeter) führt, etwa um 2018.

Sicher zu terminieren sei nur die Herstellung des Damms, betonte Georg Brunnhuber, Leiter des Bereichs Wirtschaft, Politik und Regulierung bei der DB. Zweieinhalb Jahre werde die reine Bauzeit betragen. Die Phase bis zur Planfeststellung sei dagegen schwer zu schätzen; drei bis vier Jahre seien wahrscheinlich.

Die Bahn-Vertreter bekräftigten, die Planung und den anschließenden Bau der Bahn-Überführung „mit aller Power“ anzugehen. Von der Verwirklichung des Straßenquerungsprojekts (dessen Gesamtkosten inzwischen bei 32 Millionen Euro liegen) hänge schließlich die Elektrifizierung der gesamten Strecke ab.

Und nur mit der Elektrifizierung gibt es wohl auch die qualitativ hochwertige Lärmvorsorge entlang der Schienen. Deren Lärmschutzwände werden an der Alexanderstraße allerdings vier bis fünf Meter hoch – gemessen ab Oberkante des Damms.

Die Umlandgemeinden sind derweil „überhaupt nicht glücklich“ mit der Position der Stadt in Sachen Ausbau der Stecke zum Jade-Weser-Port, meinte Henning Kars, Bürgermeister von Jade. Mit der Beteiligung an der Klage gegen die Ausbauplanung werfe „die Stadt Sand ins Getriebe“.

  • Mehr dazu auf NWZonline:
    Spezial: Bahnlärm in Oldenburg

    Für Ratjen-Damerau und ihre FDP-Kollegen Klaus Rickert und Hans-Richard Schwartz ist klar, dass nur der neue Bahnübergang den Oldenburgern den notwendigen (und zugesagten) Lärmschutz bringen wird. „Die Umgehungsstrecke ist Illusion“, so Schwartz. Mehr Chancen hat da schon die Troglösung in Ofenerdiek an der Straße Am Stadtrand. „Aber erst nach dem Ausbau der Strecke“, erklärte Bischoping. Man dürfe beide Bauprojekte nicht miteinander verbinden.

    ANZEIGE






  • WEITERE ARTIKEL AUS DIESEM RESSORT
    Hilfe für die Seele bei Diagnose Krebs

    25.05.2012 - Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein Schock. Nichts ist danach mehr so, wie es war. Weder für die Erkrankten, noch für deren Familien. Spricht man mit Krebspatienten, erinnern sie sich an die Details jener Situation, als sie die Diagnose hörten.mehr

    OTB sucht Zeugnisse seiner Geschichte

    25.05.2012 - Der Archivar des Oldenburger Turnerbundes (OTB) hat derzeit viel zu tun. Matthias Schachtschneider überarbeitet das Archiv des OTB. Es ist das größte und inhaltsreichste Archiv aller Oldenburger Turn- und Sportvereine.mehr

    Brisanter Krimi über Kinderarmut

    25.05.2012 - Der englische Titel von „Verschwunden“, das jetzt im Staatstheater Premiere feiert, heißt „Missing (Looking for Grethel)“. Und schon ahnt man, welches Märchen der britische Autor Charles Way, Jahrgang 1955, zur Grundlage seiner Arbeit genommen hat.mehr

    Weichen für Bahn-Vergleich gestellt

    25.05.2012 - Viele Bahnanlieger in Oldenburg können auf Lärmschutz schon im kommenden Jahr hoffen. Nach der Stadt will auch die GSG dem Vergleichsangebot der Bahn zustimmen. Und die privaten Kläger sowie die Initiativen IBO und LiVe teilten am Donnerstag mit: „Wir sind grundsätzlich vergleichsbereit“, so IBO-Vorsitzender Christian Röhlig.mehr

    OTB sucht Zeugnisse seiner Geschichte

    25.05.2012 - Der Archivar des Oldenburger Turnerbundes (OTB) hat derzeit viel zu tun. Matthias Schachtschneider überarbeitet das Archiv des OTB. Es ist das größte und inhaltsreichste Archiv aller Oldenburger Turn- und Sportvereine.mehr

    TIPP DER WOCHE
    Anzeige
    Umfrage

    Welche Chancen räumen Sie der deutschen Elf bei der Fußball-EM ein?




    Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Textfeld! Captcha
    Marktplatz
    Regional
    Immobilien
    Automarkt
    Flohmarkt

    Jobs
    NWZ-Wetter
    23 °C
    7 °C
    Details/Prognose Wetterwarnung Regenradar
     
    RSS-Dienste RSS-Dienste | RSS-Dienste Webcams | Mobil | Kontakt | Impressum | Login
    AktuellesAus der RegionKundenserviceMarktplatzRat und Tat