Zeitpläne der Bahn sind der SPD viele Fragen wert
Verkehr Prognose für Übergang Alexanderstraße in Verkehrsausschuss – ILQ verteidigt Umgehung
Oldenburg - Die neuen Prognosen der Deutschen Bahn AG über das Ende des Bahnübergangs an der Alexander-straße (die NWZ berichtete) haben die SPD-Fraktion aufgeschreckt. Ratsfrau Gesine Multhaupt bittet die Verwaltung deshalb, im Verkehrsausschuss am Mittwoch (17 Uhr, Technisches Rathaus) kurzfristig „um eine umfassende Stellungnahme zu den Zeitplänen der Bahn zu Schienenausbau, Lärmschutz und Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge“.
Konzernbevollmächtigter Ulrich Bischoping hatte gegenüber der FDP-Bundestagsabgeordneten Christiane Ratjen-Damerau deutlich gemacht, dass die Fertigstellung der Gleisrampe über die Alexanderstraße frühestens für 2018 zu erwarten sei. Und erst nach Fertigstellung des Bahnübergangs könnten alle weitere Verbesserungen an der Strecke folgen. Die Veränderungen im Bereich der jetzigen Schranken würden allein rund 2,5 Jahre dauern.
Multhaupt will von Verkehrsdezernentin Gabriele Nießen wissen, seit wann dieser „veränderte Zeitplan“ der Verwaltung bekannt sei. Ihr ist unklar, „wann die negative Beurteilung der Pläne zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs seitens der Bahn mit der Stadt besprochen“ worden sei. Bischoping hatte im Gespräch mit Ratjen-Damerau das Rampenbauwerk über die Alexanderstraße als „kompliziert und anspruchsvoll“ bezeichnet sowie die Entscheidung der Stadt dafür als „falsch“.
Gesine Multhaupt, zugleich auch Vorsitzende des Verkehrsausschusses, will in diesem Zusammenhang wissen, ob es bereits einen Vertrag mit der Bahn über das Gesamtprojekt gibt und wann die Gespräche dafür stattgefunden haben.
Spezial: Bahnlärm in Oldenburg
Unterdessen hat die Initiative „Lebensqualität an der Bahn in Oldenburg“ (ILQ) im Vorfeld der Ausschusssitzung erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen, in die Planung einer zweigleisigen Umgehungsstrecke für Güter- und Personenzüge einzusteigen. Bei der von der ILQ favorisierten Trasse würden die Probleme bei Lärm, Naturschutz und Flächenverbrauch „durch eine Bündelung der Trassen und einen neuartigen extremen Schallschutz durch zur Böschung hin offene Halbtunnel sinnvoll gelöst“, sagte ILQ-Sprecher Volker Kuhnert.
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