Parkplatznot hinterm Bahnhof
Verkehr Stellplätze reichen nicht aus – ZOB-Garage schon morgens überfüllt
Das Bahnhofsareal: Das Parkhaus (Mitte) reicht nicht mehr aus. Platz wäre nur noch auf dem EWE-Gelände links. Dort könnte aber auch das schon lange geforderte Justizzentrum gebaut werden. BILD: jochen klein/www.ol-luftbilder.de 
von Jasper Rittner
Oldenburg - Der Verkehrsknotenpunkt hinterm Bahnhof ist eigentlich optimal geplant. Bahn, Bussteige, Fahrradstation und ein ansehnlich gestaltetes Parkhaus. Und obwohl das Parkhaus am weitesten entfernt von der Innenstadt liegt, ist es jeden Tag das erste, das voll ist. Bereits morgens meldet das städtische Parkleitsystem: Fast alle Plätze belegt.
Wer um 10 oder um 11 Uhr dort einen Stellplatz sucht, um anschließend in einen Zug zu steigen, der kann lange suchen. „Das Problem ist bekannt“, sagt Stadtsprecher Andreas van Hooven. Das Parkhaus sei gut, aber auch nicht ständig voll ausgelastet. Man sei sich aber bewusst, dass die Situation sich perspektivisch verschärfen kann, und plane entsprechend.
„Bei Pendlern ist das Parkhaus sehr beliebt“, sagt der Stadtsprecher.
Weshalb man im Rathaus auch schon überlegt hat, die vier Etagen aufzustocken. Doch der Plan scheiterte. Im vergangenen Jahr vermeldete das Planungsamt: „Eine Aufstockung ist aus statischen Gründen nicht möglich“.
Damit bleibt nur der Bau eines zweiten Parkhauses. Zumal das Areal hinterm Bahnhof in den vergangenen Jahren zu einer zweiten Dienstleistungsmitte geworden ist. Nach GSG, LzO und VHS haben dort auch Unternehmen und Kanzleien gebaut. Die neuen Gebäude sind fast fertig. Einzig die riesige Brachfläche zwischen Gleisen und Karlstraße ist noch frei. Das Gelände gehört der EWE. Und schon seit längerer Zeit wird darüber diskutiert, dort ein Gerichtszentrum zum bauen. Dieses Projekt hängt allerdings an der Vermarktung des alten Gerichtsviertels und einer Finanzierung durch das Land.
Die EWE hatte bereits ihre Bereitschaft erklärt, ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Im Falle eines Parkhauses sähe das ähnlich aus. „Wir sind offen für Gespräche“, sagt EWE-Sprecher Reinhard Schenke. Allerdings müsse ein eventuelles Parkhaus so geplant werden, dass dies nicht die Realisierung des Gerichtszentrums torpediere.
NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.nwzonline.de/nwztv
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