Medienschelte bei Gildeabend kritisiert
Bericht zum Gildeabend – „Medienschelte vor Hauptgang serviert“ (NWZ vom 1. Februar)
Ich denke, Herr Mann hat völlig Unrecht mit seiner Medienschelte! Wie gut, dass es die Medien gibt! Woher sollten wir „kleinen Leute“ mitbekommen, was sich so alles auf höheren Ebenen tut? Wer sich anständig verhält, braucht die Medien nicht zu fürchten.
Käthe Nebel, Oldenburg
In Ermangelung eines Personenprofils des neuen Unions-Vorsitzenden Ulrich Mann gilt das gesprochene Wort. Zitat: „Erstaunlich sei nur, dass deren Vertreter (die Medien) offenbar fest davon überzeugt seien, dass sie und nur sie die Maßstäbe für richtig und falsch setzten.“
Ruft der Herr Vorsitzende damit zu mehr Toleranz und Duldsamkeit gegenüber fremden Überzeugungen und Handlungsweisen auf (Plagiat zu Guttenberg, Vorteilsnahme des Christian Wulff), oder verbleibt er in der Voreingenommenheit seines (Ver)Standes – mit „mangelndem Respekt vor der Meinung und Lebensleistung“ z.B. der Medienzunft?!
Zumindest bleibt Mann in seiner Rede zusammenschauenden Denkens in der Tradition einer dialektischen Argumentation aus dem Glauben heraus, ein Amt als Unionsvorsitzender übertrage automatisch einen persönlichen Anspruch auf eine Meinungsführerschaft – im Bedarfsfall ein „Übel“, was man den „selbsternannten moralischen Gralshütern“, den Medien, publikumswirksam vorhält.
Bleibt die Frage, welche Aufmerksamkeit, d.h. welchen Raum die regionale Presse dem „Rundumschlag“ eines unerprobten Vorsitzenden der Unionsgesellschaft einräumt, der offensichtlich vom eigenen Ego geritten, sich nicht als Teil der Gesellschaft, sondern als deren Schulmeister missversteht!
Volker Meyer, Oldenburg
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